„Eviva España“ gegen „Altbierlied“

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Alfonso Pozo (l.) und Felix Ferrer aus Valencia waren begeistert vom Turnier. ▪

WERDOHL ▪ „Bei dem Erfolg steht jetzt schon fest“, sagte Vossloh-Pressesprecher Peter Effertz am Samstagnachmittag, „dass wir das in zwei Jahren hier in Werdohl wiederholen.“ Das internationale Fußball-Turnier der Mitarbeiter konnte sich sehen lassen: 300 Aktive auf den beiden Plätzen am Riesei, „und mehrere Hundert Werdohler Bürger zu Besuch“. Effertz freute sich.

Ebenso wie er strahlten auch Alfonso Pozo, Kapitän der spanischen Mannschaft, und sein Teamkollege Felix Ferrer. „Wir würden sofort wieder hierher kommen.“ Von Werdohl hätten sie zwar nicht viel gesehen, denn untergebracht seien sie in einem Lüdenscheider Hotel, doch das Sauerland gefalle ihnen ausgesprochen gut.

„Die Plätze hier sind perfekt“, waren sie auch rundum zufrieden mit den sportlichen Bedingungen. Neben „Deutschland 1“ mit Werdohler Beschäftigten war das spanische Team dann auch von vorn herein mit einer Favoritenrolle ausgestattet. Das ständig eingespielte „Eviva España“ von Imca Marina konnten manche, so war am Rande zu vernehmen, schon nicht mehr hören. Denn der Titel kam als Tor-Jingle – und die Spanier schossen einige Tore. Doch jetzt erschallte erst einmal das „Altbierlied“ von den Toten Hosen – das Signal, dass „Deutschland 2“ mit den Düsseldorfer Mitarbeitern erneut einmal das Runde ins Eckige gebracht hatte.

Ein paar Mitspieler von „Deutschland 2“ liefen auch für die Schweden auf. Denn die waren vom Verletzungspech verfolgt. Beim Training zuvor in der Heimat, aber auch während des Turniers fielen reihenweise Spieler aus. Einen hatte es besonders hart erwischt: Beim Abschlusstraining am Freitagabend riss ihm eine Sehne. Er wurde ambulant im Krankenhaus behandelt und humpelte am Samstag mit einem Gipsbein über das FSV-Gelände.

„Dem heimischen Verein sind wir außerordentlich dankbar“, betonte Vossloh-Sprecher Effertz. „Die haben 70 Helfer zur Verfügung gestellt und außerdem 27 Schiedsrichter für das Turnier besorgt.“

Und so lobte der spanische Kapitän Pozo weiter: „Das Turnier ist gut organisiert. Und zum Glück spielt das Wetter ja auch mit.“ Zweieinhalb Stunden Flug von Valencia nach Köln und weitere anderthalb Stunden Busfahrt ins Sauerland hätten sich gelohnt, war er sich ebenso sicher wie sein Mitspieler Ferrer. In Werdohl waren die beiden zum ersten Mal, Deutschland aber kannten sie, die beide seit mehr als zehn Jahren für Vossloh arbeiten.

„Wir gehen konzentriert ins Spiel, geben unser Bestes auf dem Platz“, nahm der 41-jährige Pozo das Turnier sehr ernst. „Doch nach den Spielen machen wir mit den anderen Teams Fotos und feiern alle zusammen“, ging es letztlich nicht allzu verbissen zu, wie der 35-jährige Ferrer erklärte. 18 Vossloh-Standorte nahmen am ersten Turnier dieser Art teil. Zehn Ländermannschaften mit neun Nationen standen auf den Plätzen.

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