Eveking: Friedhof ohne Gärtner

Noch ist der Friedhof ordentlich und gepflegt. - Foto: Kanbach

WERDOHL - Seit ein paar Wochen herrscht bei Hinterbliebenen eine Unsicherheit, wie es auf dem evangelischen Friedhof in Eveking weitergeht, nachdem der evangelische Friedhofsverband in Lüdenscheid den Vertrag mit dem bisherigen Friedhofsgärtner gekündigt hat.

Es besteht vor allem Sorge, ob noch Beerdigungen stattfinden können, und ob die mit dem Friedhofsgärtner geschlossenen Vereinbarungen hinsichtlich der Grabpflege weiter Gültigkeit haben.

Auch der Vorsitzende des Friedhofsbeirates Werdohl-Neuenrade, Pfarrer i. R. Rüdiger Schmale, kennt diese Fragen. Ausführlich äußern mag er sich allerdings nicht, „denn hier handelt es sich um ein schwebendes Verfahren“, weil die rechtliche Situation von beiden Seiten unterschiedlich bewertet werde und deshalb keine Details genannt werden dürften, was den Verband zu diesem Schritt veranlasst habe.

Fakt sei jedoch, dass die Sorgen hinsichtlich der Bestattungen unbegründet seien, so Schmale. Diese Aufgaben werden gegenwärtig vom Gärtner des Friedhofsverband erfüllt. „Das ist mittlerweile schon mehrfach passiert“, weiß Schmale. Auch wenn es kein Idealzustand sei: Alles laufe weiter, und der gekündigte Friedhofsgärtner müsse bis zum Ende des Monats die von ihm genutzten Einrichtungen – zum Beispiel die alte Friedhofskapelle – geräumt haben.

Nach endgültiger Klärung der Rechtslage, so bestätigte Schmale, solle die Stelle des Friedhofsgärtners für Eveking neu ausgeschrieben werden, „damit wir so schnell wie möglich wieder normale Verhältnisse haben“.

Im Übrigen geht Rüdiger Schmale davon aus, dass die privat geschlossenen Vereinbarungen hinsichtlich der Grabpflege vom gekündigten Friedhofsgärtner nach wie vor erfüllt werden müssen.

Von Rainer Kanbach

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