Evangelische Schule: Streit um Zeitplan

„Urban Agent“ David R. Froessler hatte sich als Berater der Stadt in Sachen Schulpolitik angeboten.

WERDOHL ▪ Die Debatte um die evangelische Konfessionsschule wird in den nächsten Wochen aufgenommen. Die CDU drängt darauf, die Initiative von Kirchengemeinde und Schule nicht auf die lange Bank zu schieben.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Ohrmann möchte die Verwaltung dazu bringen, in einer Vorlage darzustellen, wie sie mit dem Brief des Initiativkreises umgehen wolle.

Seine Fraktion war sich gestern noch nicht schlüssig, ob schnellstmöglich ein Schulausschuss einberufen werden soll oder ob in der nächsten Ratssitzung am 31. Januar das Thema auf die Tagesordnung kommen soll.

Bürgermeister Griebsch hatte sich am Montag im Hauptausschuss trotz Drängens von Ohrmann nicht festlegen lassen, wie er zeitlich mit der Debatte umzugehen gedenkt. Griebsch hatte aber klipp und klar zugesagt, dass die Verwaltung sich um den Berater David Froessler bemühen wolle. Froessler betreibt die Düsseldorfer Agentur „Urban Agent“ und hatte die Landesregierung bei der Mittelvergabe im Rahmen vom Stadtumbau West beraten.

In einem Brief an den Bürgermeister und die Fraktionen Mitte vergangener Woche hatten sich Schulleitung, Kollegium, Elternschaft und Presbyterium dafür ausgesprochen, die evangelische Bekenntnisschule mitsamt ihrer christlich-abendländischen Kultur dauerhaft sichern zu wollen. Dazu gehöre eine Ansiedlung in unmittelbarer Kirchennähe. Der Initiativkreis schlägt die Einrichtung eines Gremiums vor, in der Verwaltung, Parteien, Schule, Eltern und Kirche gemeinsam „eine Lösung zum Wohle der Schüler und Eltern“ finden. Das Schreiben wird mit einem Presbyteriumsbeschluss vom 7. Dezember unterfüttert, außerdem hatte sich die Kirchengemeinde schon 2008 gegen den Umzug der Schule nach Ütterlingsen ausgesprochen.

Im Hauptausschuss wurde der Brief des Initiativkreises unterschiedlich gewertet. CDU und WBG wollen das Thema forcieren. Bürgermeister Griebsch wertete den Brief als Anfrage und möchte ihn erst auf die Tagesordnung des Hauptausschusses am 7. März setzen. SPD-Fraktionsvorsitzender Böttcher war gegen die Gründung eines Arbeitskreises und sah die Expertenschaft im Schulausschuss. Für den gibt es aber noch nicht einmal einen Termin.

Von Volker Heyn

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