Evangelische Schule: CDU stimmt sich mit WBG ab

WERDOHL ▪ Die CDU wird sich in der Frage der von Eltern, Kirche und Schule gewünschten Standortverlagerung der evangelischen Grundschule mit der WBG abstimmen. Das erklärte gestern CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Ohrmann auf Nachfrage.

Zunächst hatte Ohrmann für heute eine Stellungnahme der CDU-Fraktion zu dem Thema angekündigt. Bei einer Fraktionssitzung am Mittwoch hatten die christdemokratischen Ratsmitglieder allerdings entschieden, zunächst mit der Fraktion der WBG Kontakt aufzunehmen und eine gemeinsame Meinung beider bürgerlichen Fraktionen abzustimmen. Breits vor einem Jahr hatten CDU und WBG gemeinsam einen politischen Antrag gestellt, der die evangelische Grundschule aus Ütterlingsen zurück in die Innenstadt bringen sollte. Der Antrag war auf ganzer Linie gescheitert, weil er die Gefahr barg, den Fördermittelzuschlag für den Stadtumbau West infrage zu stellen.

Diesen Grund sieht Stefan Ohrmann auch heute noch bestehen, sagt zu dieser Sache aber nur seine Meinung als CDU-Ratsmitglied. Für ihn persönlich stehe fest, dass die Grundschule nur dann umziehen könne, wenn für das Gebäude eine sinnvolle und akzeptierte Nachnutzung gefunden werde. An dieser Idee arbeitet bekanntlich die WBG. Deren Fraktionsvorsitzender Willibald Mertens ist der Ansicht, dass die Volkshochule Lennetal sehr gut in Ütterlingsen untergebracht werden könne (wir berichteten bereits). Mertens hatte an den Arbeitskreis-Moderator Froessler geschrieben und den Ergebnisbericht in diesem Teil kritisiert.

So weit geht die CDU nicht. Die Fraktion habe den Bericht diskutiert, so Ohrmann. Aus seiner persönlichen Meinung macht er mittlerweile auch keinen Hehl mehr: „Dieses Ding kann man nicht mit Mehrheitsbeschluss von CDU und WBG durchziehen.“ Als CDU-Ratsherr sieht er zwei Möglichkeiten: Entweder die Verwaltung schlage eine wie auch immer geartete Nachnutzung vor, über die der Rat abstimme. Andernfalls sei eine Rückführung der Schule zurzeit eben nicht möglich. Das müssten Eltern und Kirche dann so akzeptieren. Ohrmann weiß: „Wir müssen da jetzt Klarheit schaffen.“ Die Abstimmung mit der WBG werde bis Ende März geklärt sein.

Volker Heyn

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