Evangelische Schule: Eltern wollen in die Stadt

Vor knapp einem Jahr nahm die evangelische Grundschule (hier Schulleiterin Hedda Maxeiner) Abschied von der Innenstadt. Laut einer Umfrage möchte eine Mehrheit der Eltern wieder zurück.

WERDOHL ▪ Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte sich eine Mehrheit der Eltern der evangelischen Grundschule in Ütterlingsen bereits im Dezember 2009 für eine Rückkehr in die Innenstadt ausgesprochen. Das bestätigte auf Nachfrage Schulleiterin Hedda Maxeiner.

„Eine gar nicht mal so knappe Mehrheit der Eltern wünscht den Rückzug“, so interpretiert Maxeiner das Ergebnis der Umfrage, die noch auf dem früheren Verwaltungsvorschlag basiert, die Grundschule an der Brüderstraße unterzubringen. An die Eltern der rund 200 Grundschüler wurde ein Fragebogen mit zwei Ankreuz-Möglichkeiten verteilt. Genaue Zahlen wollte Maxeiner auf Nachfrage aber nicht nennen. Die Viertklässler wurden wohl nicht befragt, weil sie nach dem Sommer ohnehin die Schule verlassen werden. Ein größerer Teil habe für den Rückzug gestimmt, ein kleinerer Teil eben für den Verbleib – enthalten konnten sich die Eltern bei dieser Umfrage nicht.

Maxeiner nannte auch Gründe, warum Eltern in Ütterlingsen bleiben wollen: Für die Kinder aus dem jetzigen 2. Schuljahr würde ein weiterer Umzug der dritte Schulortwechsel in kürzester Zeit bedeuten. Die Kinder wurden in der Roten Schule in der Stadtmitte eingeschult, zogen vergangenes Jahr nach Ütterlingsen und müssten nach CDU/WBG-Vorstellungen wieder in die Stadt zurück. Beim zweiten Jahrgang habe es dementsprechend wenige Stimmen für eine Rückführung gegeben.

Die Schulleiterin plädiert uneingeschränkt für einen Standort in der Innenstadt. Eine Angebotsschule müsse zentral erreichbar sein und nicht am Stadtrand liegen. Ein evangelisches Profil in Ütterlingsen zu entwickeln sei schwer möglich, so Maxeiner. Ein Schulgottesdienst in der Stadt stehe momentan in keinem Verhältnis zum fahrtechnischen Aufwand. „Und in der Pausenhalle kommt nicht der Hauch einer andächtigen Stimmung auf.“

Von einem gemeinsamen Ganztagsangebot mit der katholischen Schule in der Innenstadt verspricht sich Maxeiner bessere und effektiver Fördermöglichkeiten.

Von Volker Heyn

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