Crowdfunding für den Kindergarten

Pläne sind da, Geld fehlt noch

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In das Crowdfunding-Projekt zugunsten des Familienzentrums Arche Noah setzen Sascha Sütterlin (links), der Vorsitzende des Elternrates, und Pfarrer Dirk Grzegorek große Hoffnung.

Werdohl - Die Evangelische Kirchengemeinde Werdohl und das Familienzentruim Arche Noah haben ein großes gemeinsames Ziel: die Neugestaltung des Außengeländes der Einrichtung an der Waldstraße. Schon bald soll es losgehen. Das Geld dafür ist allerdings noch nicht zusammen.

Das Außengelände der evangelischen Kindertagesstätte im Stadtteil Königsburg ist in die Jahre gekommen. Das ist deutlich zu sehen an kaputten und deshalb gesperrten Spielgeräten, an der maroden Hütte, an Stolperkanten durch schiefstehende Randsteine und an der von Kratern und Hügeln übersäten Spielfläche. Dass dort dringend etwas getan werden muss, sieht man auf den ersten Blick.

Die Evangelische Kirchengemeinde, die Trägerin der Einrichtung ist, und der Elternrat wollen sich jetzt zusammen mit dem Förderverein der Evangelischen Kirchengemeinde daran begeben, die Zustände zu verbessern. Pläne, wie man das Gelände gestalten könnte, haben sie. Was noch fehlt, um die Pläne zu verwirklichen, ist Geld. „Eine sechsstellige Summe ist schnell erreicht“, antwortet Sascha Sütterlin, der Vorsitzende des Elternartes, auf die Frage, wieviel Geld denn investiert werden muss, um für die gut 70 Kinder ein ansprechendes Spielgelände zu schaffen. Bei 100 000 Euro geht es also los. Denn: „Nach oben ist ja immer noch Platz“, gibt Sütterlin zu verstehen, dass umso mehr Wünsche verwirklicht werden, je mehr Geld vorhanden ist.

Geld soll aus mehreren Quellen kommen

Deshalb zapfen die Initiatoren gleich mehrere Geldquellen an. 4000 Euro hat der Förderverein der Gemeinde schon zugesagt. „Plus einige zweckgebundene Spenden, die wir für dieses Projekt bekommen haben“, ergänzt Pfarrer Dirk Grzegorek. Den größten Batzen erhoffe er sich allerdings vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der den Erhalt von Kindertageseinrichtungen unterstützt. Bis zu 80 000 Euro erhofft sich Grzegorek aus diesem Fördertopf. Ob so viel Geld fließt, ist offen, noch gibt es keine Zusage.

Kleine Beträge, die sich summieren, sollen bei Waffelback-Aktionen der Eltern anlässlich des Wochenmarktes zusammenkommen. „Das große Engagement der Eltern freut uns besonders, denn es zeigt, wieviel Herzblut in dem Projekt steckt“, sagt Pfarrer Grzegorek.

Schwarmfinanzierung soll helfen

Die Initiatoren setzen außerdem auf eine Schwarmfinanzierung: Viele Unterstützer spenden kleine oder große Geldbeträge und tragen damit zur Gesamtfinanzierung bei. Der Förderverein der Kirchengemeinde bedient sich dabei der Crowdfunding-Plattform der Volksbank in Südwestfalen. Der Vorteil dabei: Die Volksbank gewährt nicht nur eine Anschubfinanzierung von 1500 Euro, sondern legt für jeden eingezahlten Spendenbetrag von mindestens 5 Euro noch einmal 5 Euro dazu. Allerdings ist das an die Bedingung geknüpft, dass das Projektziel – im Fall der Arche Noah sind das 15 000 Euro – nach 90 Tagen erreicht ist. Ansonsten werden alle Spenden zurückgezahlt und für das Projekt bleibt nur der Anteil der Bank.

Auch kleine Beträge helfen

Doch Sütterlin und Grzegorek sind zuversichtlich, das Projektziel erreichen zu können. Etwa 11 000 Euro sind bereits eingegangen. „Uns fehlen also noch 4000 Euro, deshalb müssen wir jetzt noch einmal alles mobilieren“, ist Sütterlin voller Tatendrang. „Auch kleine Beträge helfen weiter“, betont er, dass nicht jede Spende ein größerer zwei- oder dreistelliger Betrag sein muss.

Sobald die Finanzierung gesichert ist, soll es losgehen, möglichst noch in diesem Jahr. Im ersten Schritt soll das gesamte Gelände planiert werden. „Eventuell können auch schon die ersten Aufbauten vorgenommen werden“, hofft Pfarrer Grzegorek, das möglichst schnell sichtbar wird, wie das 2500 Quadratmeter große neue Außengelände des Familienzentrums Arche Noah einmal aussehen soll.

Unterstützen kann man das Projekt durch eine Spende auf der Crowdfunding-Plattform der Volksbank in Südwestfalen.

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