Evangelische Grundschule: Die Hälfte will zurück

Der Parkplatz der Ütterlingser Grundschule – falls dort ein von CDU und WBG gefordertes Bildungszentrum entsteht, müssten dort mehr Stellplätze entstehen und die einspurige Zufahrt geändert werden.

WERDOHL ▪ 101 von 199 Eltern der evangelischen Grundschule in Ütterlingsen haben erklärt, dass sie die Schule gern wieder zurück in der Stadtmitte sähen. Die Verwaltung hatte diese Befragung gestartet, um Zahlen und Fakten wegen des CDU/WBG-Antrages zur Rückführung der Schule zu sammeln.

Bürgermeister Griebsch hat jetzt einen fünfseitigen Untersuchungsbericht vorgelegt, der erstmals am 27. April im Jugendhilfeausschuss diskutiert werden soll. Um selbst ein Bild vom tatsächlichen Elternwillen zu bekommen hatte Griebsch eine Befragung organisiert. 199 Eltern der Grundschule bekamen einen Fragebogen, 132 gaben ihn ausgefüllt zurück. 101 hatten mit „Ja“, also für eine Verlegung in die Innenstadt gestimmt. Das ist ziemlich genau die Hälfte der befragten Eltern. Aus der Vorlage klingt etwas Unbehagen ob der Unvoreingenommenheit der Eltern durch. Die Schulpflegschaft hatte den Eltern eine eindringliche schriftliche Empfehlung pro Umzug zugeschickt und sich dabei auf den Bürgermeister-Fragebogen bezogen.

Die Verwaltung hat auftragsgemäß versucht, die Kosten für einen Umzug zu ermitteln. Reine Transportkosten würden in Höhe von 9000 Euro entstehen, weitere 20 000 Euro Herrichtungskosten in der Brüderstraße 33 fielen an, dazu käme eine Summe zwischen 5000 und 25 000 Euro für den Rückbau eines naturwissenschaftlichen Raumes.

Enormer Kostenaufwand

für Kindergarten

CDU und WBG hatten beantragt, den Kindergarten Wunderkiste, die Volkshochschule und die Musikschule nach Ütterlingsen zu verlegen. Die Verlegung des Kindergartens in das Schulgebäude sei grundsätzlich möglich, schreibt die Verwaltung. Allein die Umgestaltung der Außenfläche könne zwischen 150 000 und 200 000 Euro kosten. Umzug und Umbauten werden mit rund 30 000 Euro veranschlagt. Die Kostenermittlung sei nicht abgeschlossen, würde aber am 27. April benannt.

Ein Problem sieht die Verwaltung bei der Zahl der Parkplätze. Derzeit sind es zehn Plätze, die durch eine einspurige Rampe eher ungünstig erreicht werden können. Falls VHS, Musikschule und Kindergarten dort einzögen, seien mindestens 20 Parkplätze nötig. Der Umzug der Musikschule wird mit etwa 38 500 Euro Kosten beziffert, Umzugs- und Herrichtungskosten der Volkshochschule mit 26 500 Euro.

Von Volker Heyn

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