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Europa-für-alle: Förderzusage lässt auf sich warten

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Von: Carla Witt

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Für Alexandrina Martin und Margarita Encheva gab es im Sozialausschuss ein großes Lob. Beide verhelfen dem Efa-Projekt zum Erfolg.
Für Alexandrina Martin und Margarita Encheva gab es im Sozialausschuss ein großes Lob. Beide verhelfen dem Efa-Projekt zum Erfolg. © Heyn

„Eines steht fest: Selbst wenn die Projektförderung jetzt noch einmal gewährt wird, nach den nächsten drei Jahren ist auf jeden Fall Schluss.“ Dass Silke Ewald vom Integrationszentrum des Märkischen Kreises den Werdohler Kommunalpolitikern am Dienstag im Ratssaal diese Mitteilung machen musste, trübte die positive Stimmung nach den Erfolgsnachrichten zum Projekt „Europa für alle“ (Efa).

Werdohl – Zumindest konnte Ewald den Mitgliedern des Sozialausschusses aber Hoffnung machen, dass Efa in den kommenden drei Jahren in Werdohl fortgesetzt wird. „Das Land kann zwar noch nicht sagen, wie es weitergeht, aber wir bemühen uns sehr darum.“ Versprechen könne sich nichts, unterstrich Ewald. „Aber die Signale, die wir bisher erhalten haben, sind sehr positiv.“ Klarheit werde man vermutlich in einigen Wochen haben.

„Europa für alle“ (Förderprogramm Südosteuropa) startete im Sommer 2020 in Werdohl. Der Märkische Kreis erhält dafür Fördermittel vom Land, die an die Stadt Werdohl weitergeleitet werden. 120 000 Euro stünden jährlich zur Verfügung, „117 000 Euro haben wir angefordert“, berichtete Silke Ewald.

Dass das Projekt, in dessen Mittelpunkt Menschen aus Südosteuropa, beispielsweise Rumänien oder Bulgarien stehen, in Werdohl so erfolgreich verlaufe, sei ausschließlich den Mitarbeiterinnen zu verdanken. „Ohne Frau Encheva und Frau Martin wäre der Zugang zur Zielgruppe nicht möglich“, unterstrich Ewald. Alexandrina Martin und Margarita Encheva zeigten „unglaublich viel Engagement und arbeiten auf Beziehungsebene“, lobte die Vertreterin des Integrationszentrums Märkischer Kreis.

Das Europa-für-alle-Projekt, um das sich auch Michael Tauscher von der Stadt Werdohl sehr engagiert bemüht, sei im Laufe der Jahre immer mehr gewachsen. „Es wird so gut angenommen“, konnte Silke Ewald berichten, dass man in der Stadt Werdohl mittlerweile sehr genau wisse, welche Angebote bei den Menschen ankommen, wo und wie man helfen könne und müsse, aber auch, was sich nicht bewährt habe.

Michael Tauscher ergänzte, dass man sich im Rahmen des Projektes mittlerweile auch um Flüchtlinge aus der Ukraine kümmern dürfe, und die Angebote auch von diesen Menschen gerne angenommen würden.

Auf Nachfrage des Ausschussvorsitzenden Wilhelm Jansen (SPD) erläuterte Tauscher, dass inzwischen viele Männer und Frauen, die anfangs die Projektangebote genutzt hätten, wieder in ihre Herkunftsländer zurückgegangen seien. „Aus unterschiedlichen Gründen“, sagte Tauscher. Dafür seien aber wieder andere Menschen aus Südosteuropa nach Werdohl gekommen.

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