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9-Euro-Ticket für Bus und Bahn: So plant die MVG

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Von: Simone Benninghaus

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Noch läuft die Planung für das 9-Euro-Ticket bei der MVG.
Noch läuft die Planung für das 9-Euro-Ticket bei der MVG. © Griese, Volker

Für 9 Euro von Werdohl nach München – theoretisch ist das bald möglich. Denn egal ob mit Bus oder Bahn: Günstig wie nie soll man in diesem Sommer durch ganz Deutschland reisen können. Noch sind aber nicht alle Fragen geklärt. Das sagt die MVG.

Werdohl – Das 9-Euro-Ticket soll für Bus, Straßenbahn, U-Bahn und Züge im Nahverkehr (RB, RE, S-Bahn) gelten, nicht allerdings für den Fernverkehr. Das heißt, die Zugfahrt nach München würde in jedem Fall eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, denn für die Fahrt mit einem ICE ist das Ticket in der Regel nicht gültig. Ziel ist es ohnehin primär, mit der Einführung des Tickets den Nahverkehr interessanter machen.

Den Beschluss des Bundesrates am kommenden Freitag vorausgesetzt, soll das Ticket vom 1. Juni bis zum 31. August gelten. Details seien aber immer noch offen und würden zwischen Bund, Land und den Verbünden und Verkehrsunternehmen geklärt, sagte MVG-Sprecher Jochen Sulies am Freitag auf Anfrage.

Wie berichtet, hatte die MVG hier bereits in dieser Woche auf Klarheit gehofft. Auf der Homepage soll nun zeitnah über die noch bestehenden Fragen informiert werden, beispielsweise über den Start des Vorverkaufs und die Möglichkeit, das Ticket für mehrere Monate im Voraus kaufen zu können.

Vor dem 24. Mai wird das Ticket vermutlich nicht zu haben sein. Verkauft werden soll es über die App der MVG und an den Verkaufsstellen und Kundencentern. Geplant ist, dass auch die Fahrer das Ticket anbieten sollen. Abo-Kunden sollen keinen Nachteil haben. Wer ein Monatsticket besitzt, soll entweder eine Vergünstigung oder eine Rückerstattung erhalten. Auch die Nutzung des ALF-Verkehrs soll mit dem Ticket möglich sein, nicht gültig ist es für die Fahrt mit einem Bürgerbus, Ausnahmen gelten für die Bürgerbusse in Schalksmühle und Balve. Für den ÖPNV bedeutet das 9-Euro-Ticket übrigens auch kein finanzielles Risiko – die Verkehrsunternehmen wie die MVG bekommen in diesem Zeitraum verlorene Einnahmen vom Bund erstattet.

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