400 Euro Einsparung sind drin

Gas ist in Werdohl vergleichsweise teuer – und trotzdem lohnt es sich, damit zu kochen. Mit 6,2 bis 6,9 Cent pro Kilowattstunde liegt der Preis nämlich deutlich unter dem für elektrische Energie. -  Foto: dpa

Werdohl - Die Grundsteuer soll steigen, meint die Stadtverwaltung – mancher Werdohler denkt schon darüber nach, wie er die Mehrkosten auffangen kann. Ein Blick in die letzte Rechnung der Stadtwerke bietet sich da für alle an, die mit Gas heizen.

Energie ist nämlich in Werdohl vergleichsweise teuer – zwischen 6,2 und 6,9 Cent pro Kilowattstunde stellen die Stadtwerke ihren Kunden in Rechnung. Wer also im schlecht gedämmten Eigenheim 20000 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht, der zahlt im Jahr 1388,50 Euro.

Wer auf Internet-Vergleichsrechnern wie Verivox sucht und dabei die von der Stiftung Warentest empfohlenen Suchkriterien verwendet, stößt auf Anbieter wie Maingau, die den Werdohlern die gleiche Menge Gas für unter 1000 Euro liefern.

Auch der Blick in die Nachbarstädte zeigt das vergleichsweise hohe Preisniveau der Stadtwerke Werdohl: Sowohl in Lüdenscheid als auch in Altena und Plettenberg bieten die Grundversorger Gas im günstigsten Tarif für unter 6 Cent pro Kilowattstunde an. „Unterschiedliche Beschaffungsstrategien“ seien ein Grund für solche Unterschiede, vermutet Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Schlutow.

Trotz der Preisunterschiede bleibt die Masse der Werdohler den Stadtwerken treu – etwa 80 Prozent der Gaskunden werden von ihnen versorgt. Schlutow führt das darauf zurück, dass den Bürgern die hohe Bedeutung des Unternehmens für die Stadt und ihre Einwohner bewusst ist. Ihr Gewinn finanziert den Bäderbetrieb, alljährlich fließen über Gewerbesteuer und Konzessionsabgabe erhebliche Beträge an die Stadtkasse.

„Darüber hinaus unterstützen wir die Jugend, Kulturveranstaltungen und caritative Organisationen“, betonte der Geschäftsführer am Mittwoch – „im Gegensatz zu den nicht in Werdohl ansässigen Anbietern tragen wir hier sowas wie eine soziale Verantwortung“.

Das gilt natürlich auch für die Stadtwerke als Arbeitgeber. Und wenn die Mannschaft am Grasacker externe Hilfe in Anspruch nehmen muss, dann gehen diese Aufträge bevorzugt an Firmen aus der Stadt beziehungsweise der Region.

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