Dritter Kandidat: Günther will Bürgermeister werden

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Erwin Günther überreicht Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel rund 170 Unterschriftenbögen von Menschen, die seine Bürgermeister-Kandidatur unterstützen.

Werdohl - Spekuliert wurde schon seit Wochen darüber; seit Mittwochvormittag jedoch ist es Gewissheit: Erwin Günther (63) hat seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt der Stadt Werdohl angemeldet.

Von Rainer Kanbach und Volker Heyn

Er habe sehr lange mit sich gerungen und sich dann spontan entschieden, kurz vor Ende der Bewerbungsfrist, seine Kandidatur einzureichen.

Günther hatte auch schon 2009 als parteiloser Einzelbewerber kandidiert. Damals konnte er 942 Stimmen (14,3 Prozent) auf sich vereinen.

Kurz nach 11 Uhr überreichte Günther Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel in deren Dienstzimmer im Rathaus fast 170 Unterschriften-Bögen von Mitbürgern, die seine Bewerbung unterstützen. Diese Listen werden nun geprüft und dem Wahlausschuss für seine Sitzung am kommenden Dienstag vorgelegt. Dort wird dann die Entscheidung zu fällen sein, ob Erwin Günther nach Silvia Voßloh und Matthias Wershoven als dritter Kandidat zugelassen wird.

Er habe traurig zur Kenntnis genommen, wie schwerfällig sich zunächst die Suche nach Bewerbern für das Bürgermeisteramt entwickelt hat, so Erwin Günther unmittelbar nachdem er die Unterschriftenlisten im Rathaus eingereicht hatte. „Ich war so traurig, als ich vor Wochen las, dass es noch keine Bürgermeister-Kandidaten gab“, so Günther: „Niemand wollte da Verantwortung übernehmen.“

Bereits 2009 sei er bereit gewesen, Verantwortung zu übernehmen – und jetzt eben wieder, nach einem intensiven Meinungsfindungsprozess gemeinsam mit der Familie und der Aufmunterung aus allen Kreisen der Bevölkerung. Er habe die Motivation, Ideen zu entwickeln und zu liefern, um die Qualität für den Bürger in Werdohl nicht nur zu erhalten, sondern weiter zu verbessern.

Als großes Plus für sich und seine Kandidatur sieht Erwin Günther jedoch nicht allein die Tatsache, dass er viele Ideen zu den unterschiedlichsten Sachthemen hat. Vielmehr verweist er auf seine über 42 Jahre erworbene Erfahrung innerhalb der Stadtverwaltung. Im Laufe dieser Jahrzehnte „habe ich nahezu alle Bereich durchlaufen – vom Sport- und Jugendamt bis hin zum Kultur- und Sozialamt“.

Er kenne die Abläufe innerhalb der Verwaltung in- und auswendig, unterstrich der 63-Jährige und verwies auch auf seine guten Kontakte in Werdohl und außerhalb zu Industrie, Gewerbe, Handel oder Sport. „Mir geht es um die Menschen in unserer Stadt“, so Günther. „Ich will vorneweg gehen.“ In der Vergangenheit habe er bereits viel bewegt (und nicht nur den Ball).

Dieser Weg solle aus seiner Sicht weiter beschritten werden. Der Verwaltungsmitarbeiter tritt jetzt wieder an, weil er eine Alternative zu den beiden Kandidaten von CDU und SPD bieten will. Als reinen Zählkandidaten sieht er sich indes nicht. Günther: „Ich habe Möglichkeiten, die so vielleicht kein anderer in Werdohl hat.“ Er habe „unglaubliche Verbindungen“ zu den Betrieben und zu den Menschen. In Beruf und Freizeit habe er immer mit Ehrenamtlichen und ohne finanzielle Mittel gearbeitet. Diese Erfahrung qualifiziere ihn für die Arbeit als Bürgermeister einer Stadt im Haushaltssanierungskonzept.

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