Erwin Günther schließt Frieden

Erwin Günther zieht seine Klage, die am 16. April verhandelt werden sollte, zurück

WERDOHL ▪ Die Zeit der Arbeitsgerichtsprozesse zwischen der Stadt Werdohl und ihrem Mitarbeiter Erwin Günther ist endgültig vorbei. Am Mittwochnachmittag übermittelte Regina Wildenburg von der Rechtsabteilung der Stadtverwaltung eine entsprechende Mitteilung.

Darin wird Erwin Günther wie folgt zitiert: „Nach reiflicher Überlegung und mehreren, ausführlichen Gesprächen mit dem neuen Bürgermeister, in denen auch die letzten fünf Jahre aufarbeitend besprochen wurden, habe ich mich entschieden, die immer noch anhängige Klage vor dem Arbeitsgericht zurück zu nehmen. Dies geschieht in beiderseitigem Einvernehmen und in der Erwartung, dass die künftige Zusammenarbeit für beide Seiten ein sinnvolles Berufsleben ermöglicht.“

Erwin Günther, der zunächst als Sportbeauftragter vom damaligen Bürgermeister Jörg Bora „abgesägt“ wurde, war im Rahmen der Verwaltungsneuordnung vom 30. März 2009 zunächst jeweils zur Hälfte für die Jugendraum- und Sportbetreuung zuständig und wurde schließlich als Leiter der Ein-Euro-Jobber-Betreuung eingesetzt. Dagegen hatte Günther geklagt – mit dem Ziel, die vorherige Tätigkeit zurück zu bekommen. Das anhängige Verfahren wäre ohne die jetzt verkündete Einigung am 16. April vor dem Arbeitsgericht in Iserlohn zur Verhandlung gekommen.

In welcher Funktion Erwin Günther künftig tätig sein wird, sei auch von politischen Entwicklungen abhängig (Zukunft der Arge).

In den „sehr angenehmen und vertrauensvollen Gesprächen“ mit Bürgermeister Siegfried Griebsch seien verschiedene Perspektiven erörtert worden. Welche davon zum Tragen komme, werde die Zukunft zeigen, so wird Günther zitiert. Letztendlich habe ihn „der faire und respektvolle Umgang von Herrn Bürgermeister Griebsch mit mir und der vergangenheitsbelasteten Thematik der Arbeitsgerichtsverfahren bewogen, so zu handeln“, heißt es weiter. Griebschs Amtszeit solle durch ihn nicht mit Dingen belastet werden, „die andere aus weniger sachlichen und nur persönlichen Gründen begonnen haben“, stellte Günther – der am 30. August als unabhängiger Bürgermeister-Kandidat bei der Kommunalwahl gescheitert war – am Mittwoch fest. Weitere Stellungnahmen zu diesem Thema oder Inhalten der mit Bürgermeister Griebsch geführten Gespräche werde es zu keinem Zeitpunkt mehr geben. ▪ -ka

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