Erstmals in Werdohl: Tempo 30 auf der Bundesstraße

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Auf der B 236 in Ütterlingsen gilt in Höhe des Kindergartens Wunderkiste auf einer Länge von etwa 100 Metern Tempo 30. Polizist Andreas Laubrock (von links), Kita-Leiterin Sandra Koch, Bürgermeisterin Silvia Voßloh, Jugendhilfe-Ausschussvorsitzender Frank Jardzejewski (CDU), Antragsteller Udo Böhme (SPD) und Jugendamtsleiterin Kirsten von der Crone wiesen gestern auf die beiden neuen Verkehrsschilder hin.

Werdohl – In dem stolzen Bewusstsein, etwas für die Sicherheit von Kindern getan zu haben, präsentierten Politiker und Stadtverwaltung am Freitag die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h auf der Bundesstraße vor dem Kindergarten Wunderkiste.

Der Jugendhilfeausschuss war schon im Jahre 2017 einem SPD-Antrag zu mehr Verkehrssicherheit für alle Werdohler Kindergärten gefolgt. Die Verwaltung hatte auf die Straße vor der jeweiligen Kindertageseinrichtung ein Achtung-Kinder-Piktogramm aufmalen lassen. Das gelang bei allen Kitas an Gemeindestraßen, nur nicht bei der städtischen Kita Wunderkiste. Straßen.NRW hatte das Aufbringen eines solchen Piktogramms nicht erlaubt. Motorradfahrer könnten stürzen, weil der Farbauftrag der Piktogramme bei Nässe rutschig werde. 

Von Fachbereichsleiter Thomas Schroeder hieß es damals, Tempo 30 könne man auf einer Bundesstraße nicht durchsetzen. Die SPD bezichtigte die Verwaltung, sie ginge nicht richtig mit den Ängsten der Eltern um. Andreas Berg von Straßen.NRW fand jetzt die Lücke: Durch eine Novellierung der Straßenverkehrsordnung schon im Jahre 2016 ist es möglich, auch auf einerDurchgangsstraße eine Begrenzung auf 30 km/h auszuschildern.  

Strecke ist nur 100 Meter lang

Jetzt wurden zwei Tempo-30-Schilder an der B236 aufgestellt. In Richtung Altena ist diese Strecke 100 Meter lang, in Richtung Werdohl 150 Meter. Alle Beteiligten inklusive des Polizisten Andreas Laubrock waren sich gestern einig, dass kaum ein Verkehrsteilnehmer die Schilder bemerkt habe. Um die Fahrer auf die neue Situation aufmerksam zu machen, soll das städtische Smiley-Gerät aufgestellt werden. Das zeigt die gefahrene Geschwindigkeit an. Nach einer Eingewöhnungszeit, so Laubrock, müsse mit Kontrollen gerechnet werden. Die Bürgermeisterin und die beiden Politiker waren sich einig, etwas für die Sicherheit der Kinder getan zu haben. Voßloh: „Wenn nur einer 30 fährt, fahren die zehn dahinter auch langsamer.“ 

Kita-Leiterin Sandra Koch berichtete, dass die Wunderkiste durch ihre Lage einen Schwerpunkt in der Verkehrserziehung setze. Die Kinder müssten mit der Gefahr des Verkehrs aufwachsen. Allerdings kommt kein einziges Kind zu Fuß in den Kindergarten, wenige würden zu Fuß von einem Erwachsenen gebracht. Der überwiegende Teil werde in den Kindergarten gefahren. 

Querungshilfe wird eingeschlossen

Das Teilstück mit Tempo 30 schließt die Fußgänger-Querungshilfe über die Bundesstraße zur Siedlung Ütterlingsen ein.

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