Schwermetall im Blut

Die junge Paderborner Vorgruppe Second Last Chance durfte nicht von der Bühne, ohne eine Zugabe zu geben.

WERDOHL ▪ Ordentlich was auf die Zwölf gab es am Samstagabend bei „Onkel Pö“. In der Kult-Musikkneipe der Stadt an Lenne und Verse Alt Werdohl wurde erstmals ein reiner Heavy-Metal-Abend geboten. Von Michael Koll

Sägende, pfeilschnelle Gitarren ist Pöngses Wohnzimmer ja gewohnt. Und auch Drummer, die Geschwindigkeitsrekorde aufstellen beim Eindreschen auf die Felle. Aber Sänger – oder besser gesagt: Shouter – wie diese gab es im Alt Werdohl bisher noch nicht. Die sangen zwar manchmal, dann aber grunzten, bellten, gröhlten und kreischten sie auch, dass es den Fans eine Freude war.

Die Zahl der Zuhörer war allerdings überschaubar. Das tat ihrer Begeisterung jedoch keinen Abbruch. Die sehr junge, aber engagierte Vorband Second Last Chance ließen sie am Ende lautstark wissen, dass sie sie ohne Zugabe nicht von der Bühne lassen würden. Die Paderborner spielten nur zu gerne noch einen Song.

Dann kamen Burn Inside (zu deutsch: Es brennt tief drinnen) aus Italien auf die Bühne. Die Musiker ließen es gesanglich einen Tick ruhiger angehen als die Opener, doch auch die Italiener hatten eindeutig Schwermetall im Blut. Und ihre ehrliche Bühnenarbeit wurde vom Werdohler Publikum vom ersten Augenblick an honoriert.

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