Erstes großes Gemeindefest mit Clownin und Bimmelbahn

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Gut beschirmt und zum Teil mit Wolldecken gewärmt verfolgten die Besucher den Gottesdienst zum Auftakt des Gemeindefestes.

Werdohl -  „Einfach Himmlisch“, wie es das Motto des ersten großen, zentralen Gemeindefestes der Evangelischen Kirchengemeinde Werdohl am vergangenen Donnerstag auf dem Parkplatz an der Goethestraße versprochen hatte, war es nun wirklich nicht – zumindest was das Wetter anging. Die Befürchtung allerdings, diese seit etlichen Wochen akribisch vorbereitete Veranstaltung könnte gänzlich ins Wasser fallen, bewahrheitete sich nicht. Gleichwohl: Der große Andrang blieb aus.

„Wir trotzen dem Wetter“, gab Pfarrer Dirk Grzegorek, der gemeinsam mit seinem Amtsbruder Martin Buschhaus den Gottesdienst zur Eröffnung des Festes gestaltet hatte, als Losung aus. Gut beschirmt und mitunter in Decken eingehüllt war es für die Gemeindeglieder relativ einfach, den Wahrheitsgehalt ihres Pastors zu akzeptieren. Für die musikalische Begleitung zum Auftakt sorgten drei Mitglieder der Crossroad-Band.

Himmelfahrt – das war das Thema der Predigt und auch des in dieser Hinsicht etwas ungewöhnlichen, weil in diesem Zusammenhang bisher noch nie erlebten Kurzauftritts der Clownin Lotte aus Essen, die – mit bürgerlichem Namen Kristina Mohr – im weiteren Verlauf des Gemeindefestes immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich zog.

Dabei machte sie sehr schnell deutlich, dass es nicht nur die Clownerie ist, die sie beherrscht. Die rote Nase und das Saxophon bildeten eine ulkig-musikalische Kombination, die ein wenig an „Oh mein Papa… war eine wunderbare Künstler“ erinnerte.

Mehrere Dutzend Helfer und Mitarbeiter der Kindergärten Arche Noah und Sternschnuppe, der Martin Luther-Grundschule, des CVJM-Posaunenchores, Presbyteriums und der kirchlichen Kreise aus der Evangelischen Gemeinde sorgten dafür, dass dieses Gemeindefest trotz aller widrigen Umstände eine Chance auf Erfolg bekam.

Was sie nicht beeinflussen konnten: Die Aktionen am Kletterfelsen an der Altenaer Straße mussten gestrichen werden. Zu groß wäre die Gefahr gewesen, dass jemand in der durch Regen glitschigen Wand verunglückt. Trotz allem: Schlottis Bimmelbahn fuhr trotzdem, wenn auch eine veränderte Route. Und wer Lust auf eine kurze Tour mit einem E-Bike hatte, dem konnte ebenfalls geholfen werden.

Die Organisatoren hatten vorgesorgt und eine ausreichende Zahl von Zelten organisiert. So konnten die Schmink- und Bastelaktionen für Kinder problemlos durchgeführt werden. Und auch die Kreativaktion mit der Werdohler Künstlerin Annette Kögel fand so im Trockenen statt – auch wenn es um die Füße herum für die Kids etwas kalt war. Wer sich in die Obhut der Kuba-Leiterin begab, machte vor allem eines: Er produzierte – wetterangepasst – graue Pflastersteine aus Beton, die mit zumeist bläulichen Farbtönen und einer schützenden Lasur versehen wurden – gedacht zum Beispiel als Beet-Einfassung.

Ein Neuenrader Catering-Betrieb sorgte für die Verpflegung. Freuen kann sich jetzt die Evangelische Martin Luther-Grundschule. Sie kommt in den Genuss des Reinerlöses, der bei diesem Fest erzielt worden ist. Und freuen kann sich auch die Gemeinde insgesamt. Auch wenn das schlechte Wetter den einen oder anderen Besucher abgehalten hat: Ein weiterer Schritt, die Gemeinde enger zusammenzuführen, dürfte erreicht worden sein.

Von Rainer Kanbach

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