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Erstes alkoholfreies Restaurant in der Region eröffnet bald

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Von: Volker Griese

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Mit leckeren Speisen wollen Manfred Stell (links) und sein Koch Tobias Balm ab Freitagabend die Gäste in Stells Landgasthof verwöhnen.
Mit leckeren Speisen wollen Manfred Stell (links) und sein Koch Tobias Balm ab Freitagabend die Gäste in Stells Landgasthof verwöhnen. © Volker Griese

Es ist sicherlich ein gewagtes Experiment, aber Manfred Stell ist fest entschlossen, das Risiko einzugehen: In wenigen Tagen möchte er das erste alkoholfreie Restaurant in der Region eröffnen. Welche Idee steckt dahinter?

Werdohl ‒ Manfred Stell, der nach eigenen Angaben über 40 Jahre Erfahrung in der Gastronomie verfügt, möchte mit seinem ungewöhnlichen Konzept dem isoliert zwischen Werdohl und Lüdenscheid gelegenen Gasthof in Rentrop, der schon unter mindestens vier verschiedenen Namen firmiert hat, wieder zu altem Glanz verhelfen.

Auf die Idee, ein Restaurant gänzlich ohne Alkoholausschank zu eröffnen, habe ihn der Fernsehkoch Frank Rosin gebracht, erzählt der 68-Jährige. In der Sendung über das damalige Restaurant „Culo del Mondo“ hatte der Zwei-Sterne-Koch im Frühjahr 2019 bemerkt, dass man in einem derart abgelegenen Restaurant keinen Alkohol trinken könne, weil ja alle wieder heimfahren müssten. „Das war ausschlaggebend für meine Idee“, erinnert sich Stell.

Bis er sein Vorhaben nun endlich in die Tat umsetzen kann, waren jedoch einige Hürden zu nehmen. Probleme habe es vor allem damit gegeben, das passende Personal zu finden, erzählt Stell. Mit Tobias Balm, der früher in der Neuenrader „Kostbar“ am Herd gestanden hat, hat er aber einen Koch finden können, und Servicepersonal hat er auch eingestellt. Dennoch: „Servicekräfte und Küchenhilfen könnten wir immer noch gebrauchen“, sagt Stell.

Doch am Freitag, 14. Oktober, soll es nun erst einmal losgehen. „Der Eröffnungstag ist schon so gut wie ausgebucht“, sagt der Gastronom. Um 17 Uhr öffnet Stells Landgasthof erstmals seine Türen – wie demnächst an jedem Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag. Bis 21 Uhr ist dann die Küche immer geöffnet, um – wie Manfred Stell betont – „klassische deutsche Gerichte aus frischen Zutaten“ auf die Teller zu bringen: Wildragout und Ochsenbäckchen, vor allem aber Schnitzel in verschiedenen Variationen gehören dazu. Aber auch vegetarische Gerichte stehen auf der Karte – vielleicht ein kluger Schachzug, wenn man schon ein ernährungsbewusstes Publikum ansprechen möchte, das auch bereit ist, einmal auf alkoholische Speisenbegleiter zu verzichten.

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