Muntere Begrüßungen trotz Corona

Erster Schultag für 166 i-Männchen in Werdohl

Viele Überraschungen für die i-Männchen: In der katholischen Grundschule St.-Michael präsentierten ihnen Zweitklässler den Anlaut-Rap.
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Viele Überraschungen für die i-Männchen: In der katholischen Grundschule St.-Michael präsentierten ihnen Zweitklässler den Anlaut-Rap.

166 Erstklässler haben die Werdohler Grundschulen am Donnerstag zum ersten Schultag begrüßt. Trotz der Einschränkungen während der Corona-Pandemie fanden alle Schulen einen Weg, muntere Begrüßungsfeiern für die neuen Kinder zu gestalten.

Die katholische St.-Michael-Grundschule in der Stadtmitte hatte die Einschulungsfeier kurzerhand an die frische Luft verlegt. Auf dem Schulhof konnte sie wegen der etwas unsicheren Witterung zwar nicht stattfinden, aber auch der überdachte Eingangsbereich bot die Voraussetzungen dafür, dass die durchweg geimpften, genesenen oder negativ getesteten Teilnehmer ihre Schutzmasken abnehmen konnten.

Die Konfessionsschule feierte zunächst mit Pater Thaddäus Pytka einen kurzen Gottesdienst unter dem Motto „In Gottes Hand bin ich geborgen“. Überhaupt zog sich die Bedeutung der Hände wie ein roter Faden durch die Feier. Mit diesen Körperteilen könne man Gefühle ausdrücken, man brauche sie aber natürlich auch zum Lernen.

Zusammen mit Sigrid Claus sangen Zweitklässler für die Lernanfänger das Lied der St.-Michael-Schule.

Zweitklässler singen die Schulhymne

Aus den Kehlen der neuen Schulfreunde aus dem 2. Schuljahr, die von Sigrid Claus auf der Gitarre begleitet wurden, hörten die Lernanfänger das St.-Michael-Lied, gewissermaßen die Schulhymne. Auch die erste Begegnung der i-Männchen mit dem Alphabet war musikalisch: Die Zweitklässler trugen den Anlaut-Rap vor.

Einschulungsfeiern an den Werdohler Grundschulen

Einschulungsfeier an der St.-Michael-Grundschule Werdohl.
Einschulungsfeier an der St.-Michael-Grundschule Werdohl.
Einschulungsfeier an der St.-Michael-Grundschule Werdohl.
Einschulungsfeier an der St.-Michael-Grundschule Werdohl.
Einschulungsfeiern an den Werdohler Grundschulen

Dann ging es für die 46 Lernanfänger in die Klassenräume, die die Lehrerinnen auf den Einzug der neuen Schüler vorbereitet hatten. Die Klasse 1a wird von Klassenlehrerin Lisa Schmoll mit Unterstützung von Lena Behnke geleitet, um die Klasse 1b kümmern sich Romina Werthschulte und Alica Korjakan.

Drei einzelne Feiern in Kleinhammer

Die Gemeinschaftsschule Kleinhammer reagierte mit drei einzelnen Einschulungsfeiern für die drei Eingangsklassen auf die Herausforderungen der Pandemie. Nacheinander gingen so die 20 Kinder der Klasse 1c mit Klassenlehrer Tim Grohmann, die 22 Mädchen und Jungen der Klasse 1d mit Klassenlehrerein Bettina Kaiser und die Schüler der Klasse 1e mit Klassenlehrerin Britta Rückweg in ihre Klassen.

Neugierig und gespannt zugleich blickten Kinder- und Elternaugen in Kleinhammer auf das, was kommen sollte.

Schulleiterin Nina Manns war mit dieser Lösung der separaten Feiern so zufrieden, dass sie dies auch in Zukunft beibehalten will. „So sind die Feiern viel persönlicher, familiärer“, sagte sie. Während der Einschulungsfeiern in der Turnhalle verglich die Schulleiterin das Leben der Schulkinder mit dem einer Raupe: Wie aus der Insektenlarve mit der Zeit ein schöner Schmetterling werde, könnten sich auch die Kinder an der Schule prächtig entwickeln. „An der Schule werden den Kindern Flügel wachsen, die sie durchs Leben tragen“, sagte Manns. Aufgabe der Eltern sei es, dabei zu helfen, dass ihren Kinder Flügel wachsen, die zu ihnen passen, sagte die Schulleiterin.

Einschulung mit der Raupe Nimmersatt

Auch den 25 Erstklässlern, die jetzt den Grundschulstandort Königsburg besuchen, präsentierte Nina Manns die kleine Schmetterlingsraupe Nimmersatt als Stofftier und erklärte: „Wir freuen uns darauf, mit euch in den Kokon zu schlüpfen.“ Bevor sich die Pinguin-Klasse mit Lehrerin Claudia Gierse zur Kennenlernrunde in den Klassenraum aufmachte, versprach der Klassenpflegschaftsvorsitzende Daniel Bartke den Mädchen und Jungen: „Es wir noch viel Schönes und Spannendes auf euch zukommen.“ Die Eltern blieben in der Turnhalle und warteten auf ihre Kinder, die dank der Unterstützung des Fördervereins später ein individuelles Geschenk mit nach Hause nehmen durften.

Ein Foto für das Familienalbum erhalten die Eltern der Königsburg-Erstklässler.

Die i-Männchen der Evangelischen Martin-Luther-Grundschule durften sich schon auf dem Schulhof über eine besondere Begrüßung freuen: Zweitklässlerin Mediha war in ein Löwenkostüm geschlüpft, denn ein kleiner Löwe namens Leo spielte während der beiden Feiern in der Turnhalle eine wichtige Rolle. Eingeschult wurden zwei Klassen mit jeweils 17 Kindern; unterrichtet wird die 1a von Maren Schönberg, die 1b von Ulrike Schmalz. Schulleiterin Britta Schwarze beruhigte die i-Männchen – einige waren sichtlich aufgeregt: „Bauchkribbeln ist ein Zeichen dafür, dass etwas Wichtiges beginnt.“

Lernanfänger sehen ein Video

Pfarrer Martin Buschhaus begrüßte die Erstklässler ebenso wie Jekits-Lehrerin Marion Jeßegus, die mit den Kindern Mitmach-Lieder einstudierte. Coronabedingt konnten die „Zweitis“, die Zweitklässler, dann keine Aufführung für die „Erstis“ präsentieren. Allerdings waren die Schüler der zweiten Klasse schon im Vorfeld fleißig: In einem Video lasen sie den Lernanfängern die Geschichte von Löwenkind Leo vor, dazu hatten sie passende Bilder gemalt, die gezeigt wurden. Die Erstklässler erfuhren, dass Leo zwar nicht so schnell laufen konnte wie seine Geschwister und Freunde, dafür konnte er aber hervorragend hören. So gelang es ihm, das ganze Rudel vor einem Feuer zu warnen. „Wie die Löwen sind auch wir alle unterschiedlich und haben verschiedene Fähigkeiten“, erklärte Britta Schwarze den Kindern den tieferen Sinn der Geschichte. „Aber alle zusammen sind wir eine nette und bunte Gemeinschaft.“

In der evangelischen Martin-Luther-Schule wurden die i-Männchen von einem Löwen begrüßt.

So gelungen der Start für die i-Männchen auch war, im Unterricht müssen die Lehrer aller Grundschulen noch improvisieren: Die Smartboards, die digitalen Tafeln, sind noch nicht montiert, die alten Tafeln bereits verschwunden. „Wir improvisieren seit eineinhalb Jahren, damit kennen wir uns aus“, kommentierte Nina Manns.

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