Erster Gütetermin

Versetaler Hähnchenstreit vor dem Amtsgericht

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In diesem Container neben dem Schützenvereinsheim im Versetal lagert der umstrittene Hähnchengrill.

Werdohl - Der seit gut einem Jahr schwelende Konflikt um Besitz und Herausgabe des großen Hähnchengrills im Versetal beschäftigt nun tatsächlich das Altenaer Amtsgericht.

Ein erster Gütetermin unter Richter Felix Langerbein hatte in der vergangenen Woche stattgefunden. Ergebnislos, wie ein Vorstandsmitglied des Versetaler Schützenvereins aus seiner Sicht erklärte. Die gegnerische Partei, der ehemalige Zugführer Uwe Bettelhäuser, will sich dazu nicht äußern.

Beide Parteien beschäftigen Anwälte, die sie vor Gericht vertreten. Der Richter hat einen sogenannten Verkündungstermin angesetzt, es ist der 15. November. Was dort passiert, ist nicht bekannt. Es könnte bereits zu einem Urteil kommen, es könnte allerdings auch ein Beschluss für eine Beweisaufnahme erfolgen. Vor Gericht streiten sich die beiden um den Besitz des Hähnchengrills.

Uwe Bettelhäuser ist der Ansicht, der Grill gehöre ihm persönlich. Er habe dem Versetaler Schützenverein den Grill gegen Kaution verleihen wollen, um der Veranstaltung „Versetaler Hähnchenspektakel“ nicht im Wege zu stehen.Die Vereinsvertreter bestreiten das. Vorsitzender Frank Herber und Geschäftsführer Jürgen Wehlus sind der Ansicht, dass der Verein rechtmäßiger Eigentümer des Grills sei und verlangen die Herausgabe. Der Grill steht übrigens in einem Container eingeschlossen direkt neben dem Schützenvereinsheim Altenmühle.

Der Vorstand hatte das für dieses Jahr vorbereitete Hähnchenspektakel abgesagt, weil der Grill nicht zur Verfügung gestanden habe. Das bestreitet Bettelhäuser, er habe den Grill gegen eine Sicherungskaution herausgeben wollen. Der Vorstand des Schützenvereins behauptet, den Grill rechtmäßig und durch Unterlagen beweisbar von einem anderen Verein abgekauft zu haben, der früher das Hähnchenfest veranstaltete. Als dieser Verein das Fest aus personellen Gründen aufgeben musste, sei der Grill an den Versetaler Schützenverein verkauft worden.

In der Auseinandersetzung scheint die Auflösung und das Aufgehen der früheren Züge in den Gesamtverein eine Rolle zu spielen. Das Hähnchenspektakel wurde eine Zeit lang vom damaligen dritten Zug des Versetaler Schützenvereins ausgerichtet, dessen Zugführer war Uwe Bettelhäuser. Nach der Zusammenlegung der Züge trat Bettelhäuser aus dem Versetaler Schützenverein aus. Beide Lager sind miteinander regelrecht verfeindet. Bettelhäuser fand zuletzt kein gutes Wort mehr für seine früheren Schützenbrüder. Diese wiederum sind der Meinung, Bettelhäuser wolle dem Verein vorsätzlich schaden.

Offen ist auch, wer am Ende den Rechtsstreit bezahlen muss. Falls der Streit zu Ungunsten des Vereins ausgeht, würden möglicherweise die Mitgliedsbeiträge belastet werden. Das Verfahren angestrengt hat der Verein.

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