Eröffnung der Lennefontäne mit dem Shanty-Chor

Lauschig unter Bäumen wurde die Saison am Lenneufer eröffnet.

WERDOHL ▪ Perfekte Bedingungen für den Start der Lennefontäne am heutigen ersten Mai-Sonntag: Bei strahlend blauem Himmel und einem lauen Lüftchen präsentierte sich das Lenneufer von seiner besten Seite.

Schon weit vor der offiziellen Saison-Inbetriebnahme der Fontäne durch Bürgermeister Griebsch hatten sich Menschen fast ausschließlich älteren Semesters in der Nähe der Stadtbrücke eingefunden. An zwei Ständen gab es Bier, Wein und andere Getränke, außerdem wurde gegrillt. Publikumsmagnet war aber sicher der Shanty-Chor Werdohl, der mit schmissigen Liedern vom fahrenden Seevolk die Gäste trefflich unterhielt. Die Sänger mussten bekanntlich erstmals ohne ihren Chorleiter Neuhaus auftreten, der erkrankt ist und deshalb nicht das Akkordeon spielen konnte. Erst für zwei Proben war Björn Wilke mit seinem Akkordeon zum Shanty-Chor gekommen. Dafür machte er seine Sache sehr gut. Der 25-jährige Lüdenscheider hob zum einen den Altersdurchschnitt der Seemannsliedersänger deutlich, zum anderen begleitete er die Stücke von Wellen, Wind und Meer gekonnt. So stimmten die Shanty-Sänger das Publikum auf den Höhepunkt der Veranstaltung ein.

Für den Bürgerstammtisch ergriff Dr. Jürgen Hultsch das Mikrophon und begrüßte die Gäste. Er forderte alle auf, gemeinsam das Lied „Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus“ zu singen. Dann übergab er das Mikro an den Bürgermeister. Siegfried Griebsch nahm Bezug auf den Anlass und berichtete, dass Werdohl 25,1 Kilometer Flusslauf im Stadtgebiet hat. Bei dieser Zahl denke man doch eher an Köln oder Venedig, nicht aber an Werdohl. 17,3 Kilometer fließt die Lenne durch Werdohl, die Verse kommt mit 7,8 Kilometern dazu. Griebsch sagte, dass dies wichtig sei für den Tourismus, den Stadtumbau West und zwei Regionale-Projekte. Unter Applaus öffnete Griebsch einen Regenschirm, und wie von Geisterhand sprühte das Lennewasser in die Höhe.

Volker Heyn

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