Erneut Sonnenfänger auf dem Remmelshagen beschädigt

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Einer der sieben Sonnenfänger auf dem Remmelhagen wurde von bislang noch unbekannten Tätern beschädigt

Werdohl - Auf dem Remmelshagen haben Unbekannte einen der sieben dort aufgestellten Sonnenfänger beschädigt. Es ist nicht der erste Fall von Sachbeschädigung an dieser Kunstinstallation, die die Stadt Werdohl dort vor knapp vier Jahren hat aufstellen lassen.

Mit ihren gelben Hartplastikscheiben mit Durchmessern bis zu 1,50 Meter an bis zu fünf Meter langen Edelstahl-Rohren waren die Sonnenfänger, die im September 2014 im Tal an der Altenaer Straße und auf dem Berg am Remmelshagen aufgestellt worden sind, seinerzeit die größten Exemplare weltweit.

Rund 42 500 Euro haben die insgesamt zwölf Sonnenfänger damals gekostet. Die Stadt Werdohl selbst hat allerdings keinen Cent dafür bezahlt, denn die Installation wurde zu 80 Prozent aus Mitteln des Strukturförderprogramms Regionale 2013 gefördert; den städtischen Eigenanteil in Höhe von knapp 8500 Euro steuerte damals die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis bei.

Objekte nicht unumstritten

Die Sonnenfänger sind allerdings in Werdohl und darüber hinaus nicht unumstritten. Der Bund der Steuerzahler hielt das ganze Projekt für Verschwendung von Steuergeld und rügte die Stadt dafür. Das Missfallen in Werdohl selbst drückte sich schon bald darin aus, dass die Sonnenfänger mutwillig beschädigt wurden. Schon im März 2015 wurde ein erstes Exemplar an der Altenaer Straße verbogen, etwa einen Monat später erwischte es einen Sonnenfänger auf dem Remmelshagen.

In der Folgezeit wurden dann auf dem Berg an der Stadtgrenze zu Neuenrade nach und nach so gut wie alle Sonnenfänger umgebogen. Die Stadt reagierte, indem sie die Kunstobjekte zunächst entfernte und nach einer vandalensicheren Lösung suchte, um sie wieder aufstellen zu können. Anfang November 2016 war diese Lösung offenbar gefunden worden, seitdem stehen alle sieben Exemplare wieder an ihrem Platz.

Auch der siebte Fänger wird aufgerüstet

In den vergangenen Tagen wurde jedoch wieder eine Stange mit Gewalt heruntergebogen, ein Stück aus der gelben Plexiglasscheibe herausgebrochen. „Das war der einzige Sonnenfänger, der damals nicht beschädigt worden ist“, erklärte Thomas Schroeder, Fachbereichsleiter im Rathaus. Die Stadt habe ihn deshalb seinerzeit auch nicht verstärken lassen. Das werde aber jetzt nachgeholt, kündigte Schroeder eine Aufrüstung auch des siebten Sonnenfängers auf dem Remmelshagen an.

Welche Kosten das verursacht, konnte er auf Anhieb nicht sagen. Unabhängig davon werde die Stadt aber auch in diesem Fall wieder Strafanzeige wegen Sachbeschädigung erstatten. In der Vergangenheit konnte aber nicht eine einzige Beschädigung an den Sonnenfängern aufgeklärt werden.

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