Vortrag über Christenverfolgung in Werdohl

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Bei den Zuhörern aller Generationen gab es nachdenkliche Gesichter.

Werdohl - Einen Vortrag über Christenverfolgung weltweit hielt Alexander Lindt am Sonntagabend in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Eveking während des Gottesdienstes.

Der Referent für Öffentlichkeitsarbeit von Open Doors war im Märkischen Kreis unterwegs, um Menschen zu ermutigen, an Christus zu glauben und das Motto zu leben: „Werde wach und stärke, was noch übrig ist und schon im Sterben liegt!“

Open Doors wurde von dem Holländer „Bruder Andrew“ 1955 gegründet und lässt Menschen sprechen, die in einer Verfolgungssituation leben. Sie haben es sich neben der Vortragsarbeit zur Aufgabe gemacht, Bibeln zu verteilen, wo sie Mangelware sind, Pastoren auszubilden und Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. In vielen Ländern wie zum Beispiel Indien und Irak gibt es Antibekehrungsgesetze. Sobald jemand in einen anderen Glauben konvertiert ist, muss er zurück zum ursprünglichen Glauben wechseln. Frauen und Kinder werden in diesen Ländern nicht selten Opfer von Gewalt, Häuser werden angezündet und Morde werden begangen. Trotz alledem nehmen diese Menschen den hohen Preis von Leid und Schmerz auf sich, um an Jesus zu glauben und diesen Glauben zu leben.

„Diese Menschen sind so voller Hoffnung und Freude, dass sie sich nicht von ihrem Glauben abbringen lassen und Pastöre sogar in kugelsicheren Westen predigen“, so der vierfache Vater aus Bonn. Der Glaube wachse an Widerständen und selbst wenn viele dieser verfolgten Christen hilflos sind, so seien sie keinesfalls hoffnungslos. Sie haben durch den Glauben an Christus eine Lebensveränderung erfahren und sind bestärkt darin so weiterzuleben. Damit diese Menschen zusammengeführt werden und Gemeinschaft erleben können setzt sich Open Doors ein. Die Mitarbeiter besuchen Länder, in denen täglich Christen verfolgt werden, um dort zu predigen und den Menschen neuen Mut zu machen. „Ein Mädchen nahm einen Fußweg von 18 Stunden auf sich, um mit uns beten zu dürfen“, berichtet Lindt von seinen Erlebnissen aus dem Irak. „Christ sein darf fordern, aber es gibt auch Kraft und Hoffnung und macht Mut. Wir unterstützen diese Menschen mit unseren Gebeten und wollen weiterhin die Geschichten von Jesus Christus vermitteln.“

Open Doors feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen unter dem Motto „Glaube. Liebe. Hoffnung!“ In der dm-arena in Karlsruhe werden am 4. und 5. Juli verschiedene Sprecher aus Verfolgungsländern berichten. Es wird gepredigt, gegessen und ein Rahmenprogramm angeboten.

Nähere Informationen gibt es unter: www.opendoors.de/60Jahre.

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