Ermittlungen nach tödlichem Unfall in Werdohl laufen

Unfallverursacher droht gerichtliches Nachspiel

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Die Zugmaschine des Sattelzuges wurde bei dem Unfall von dem VW-Golf vorne links getroffen. War das der Auslöser für den folgenschweren Unfall?

Werdohl - Der schwere Verkehrsunfall, bei dem am Dienstagmorgen ein 47-jähriger Familienvater aus Herscheid ums Leben gekommen ist, könnte für einen 42-jährigen Lüdenscheider noch ein gerichtliches Nachspiel haben.

Bislang geht die Polizei davon aus, dass er den Unfall verursacht hat. Die Polizei stützt sich bislang vor allem auf die Aussage des 33-jährigen Sattelzugfahrers, der dem Lüdenscheider bei seinem Überholvorgang entgegenkam. Nach dessen Schilderung hat der 42-Jährige den ihm entgegenkommenden Lkw beim Wiedereinfädeln auf die rechte Fahrspur touchiert. Diese Aussage habe auch der Golf-Fahrer grundsätzlich bestätigt, sagte Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski gestern. 

Allerdings habe der verletzte Fahrer bisher noch nicht eingehend vernommen werden können. Ob der Überholvorgang ursächlich für den anschließenden tödlichen Zusammenstoß zwischen dem Sattelzug und dem Wagen des Herscheiders war, müssen wohl weitere Ermittlungen ergeben. Um die Umstände, die zum Unfalltod des Herscheiders geführt haben, genau untersuchen zu können, hat die Staatsanwaltschaft Hagen die drei beteiligten Fahrzeuge sicherstellen lassen.

Gut möglich ist auch, dass auf den mutmaßlichen Unfallverursacher noch ein Strafverfahren zukommt. Wenn ihm nachgewiesen werden kann, dass er gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen hat und dass der tödliche Verkehrsunfall durch regelkonformes Verhalten hätte glimpflicher ausgehen können, könnte er wegen fahrlässiger Tötung angeklagt werden. Das Strafmaß dafür ist im Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe festgesetzt. Es ist aber auch eine Bewährungsstrafe möglich, wenn das Gericht keine besondere Schwere der Schuld feststellt.

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