Erleichterung bei Schulpolitikern: Nächster Schritt auf dem Weg zum Zweckverband

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Die Albert-Einstein-Gesamtschule soll Teil eines Zweckverbandes mit der Finnentroper Gesamtschule werden.

Werdohl - Auf dem Weg zu einem Gesamtschul-Zweckverband mit der Gemeinde Finnentrop ist der nächste Schritt getan. Am Montagabend hat der Schul- und Sportauschuss dem Vorhaben zugestimmt und dem Stadtrat empfohlen, der Kooperation in seiner Sitzung am nächsten Montag, 19. November, ebenfalls zuzustimmen.

WBG-Fraktionssprecher Thorsten Hänel brachte zum Ausdruck, was wohl alle Ausschussmitglieder dachten: „Wir sind froh, dass die Bildung des Zweckverbandes jetzt endlich feststeht, und hoffen, dass auch auswärtige Schüler kommen“, sagte er mit Blick auf die Schülerzahl an der Gesamtschule. Er verlor allerdings auch die Realschule, die ja gemäß Forderung der Bezirksregierung ab dem Schuljahr 2019/20 nur noch zweizügig geführt werden darf, nicht ganz aus dem Blick. Er hoffe auf eine gute Kooperation der beiden weiterführenden Schulen auf Werdohler Stadtgebiet. „Man wird sich ja wohl nicht die Augen auskratzen“, formulierte er griffig die Hoffnung auf einen gesunden Wettbewerb um die Schüler. 

Grabs: "Wird wahrscheinlich keinen Schüleraustausch geben"

Fachbereichsleiter Michael Grabs gab sich Mühe, die Befürchtungen von Eltern, ihren Kindern stehe ein weiter und umständlicher Schulweg bevor, zu zerstreuen. „Es wird wahrscheinlich keinen Schüleraustausch zwischen Werdohl und Finnentrop geben – höchstens in Einzelfällen“, sagte er. „Beruhigend“ fand er außerdem die Tatsache, „dass es in Zukunft genügend Grundschüler gibt, um beide Schulformen zu speisen“. Damit sprach Grabs die Schülerzahlenprognose an. Demnach wechseln je nach Berechnungszeitraum – drei oder fünf Jahre – zwischen 55 und 57 Werdohler Grundschüler an die Realschule und zwischen 61 und 64 an die Gesamtschule. 

Schulen sollen ihre Namen behalten

Auch auf die finanziellen Aspekte der Gesamtschul-Kooperation ging Grabs ein. „Das wird zwar eine Schule, aber beide Kommunen kommen weiterhin nur für ihre Gebäude auf“, erklärte er, welche Vereinbarung in der Satzung des Zweckverbandes Gesamtschule Finnentrop-Werdohl getroffen werden solle. Laut Satzungsentwurf sollen beide Schulen übrigens ihre Namen – Albert-Einstein-Gesamtschule Werdohl und Bigge-Lenne-Gesamtschule Finnentrop – behalten.

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