Aufräumen im alten Kaufhaus

Erinnerungen an das WK Warenhaus wandern in den Müll

Ein Entrümpelungsunternehmen hat das im alten Kaufhaus verbliebene Inventar abtransportiert.
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Ein Entrümpelungsunternehmen hat das im alten Kaufhaus verbliebene Inventar abtransportiert.

Das WK Warenhaus ist seit fast einem Jahr Geschichte. Jetzt sind auch die letzten Erinnerungsstücke an das einst stolze Einzelhandelsunternehmen im Herzen Werdohls auf den Müll gewandert.

Werdohl ‒ Mitarbeiter eines Entrümpelungsunternehmens haben am Donnerstag nicht mehr benötigte Einrichtungsgegenstände des ehemaligen WK Warenhauses in Werdohl entsorgt.

Stühle, Transportwagen, Regale, Körbe und anderes Inventar in große Container geworfen. Teile davon werden recycelt oder einer anderweitigen Verwertung zugeführt, einiges wandert aber auch schlicht und einfach in den Müll.

Noch brauchbare Einrichtungsgegenstände von höherem Wert waren bereits kurz vor der Schließung des Kaufhauses am 30. Juni 2020 an Interessierte verkauft worden.

Auch alte Registrierkassen und Computer wanderten in den Müll.

Silke Krischer-Schnückel, ehemalige Miteigentümerin des Kaufhauses, das inzwischen an einen niederländischen Investor verkauft wurde, hatte schon vor einigen Wochen angekündigt, noch letzte Aufräumarbeiten in der Immobilie durchführen zu müssen. Damit wurde nun offensichtlich begonnen.

Umbau oder Abbruch und Neubau?

Vieles deutet darauf hin, dass der Investor Ten Brinke, der die Immobilie gekauft hat, das gut 40 Jahre alte Gebäude abreißen lassen wird, um auf dem etwa 6000 Quadratmeter großen Grundstück einen Neubau zu errichten. Bestätigt haben die neuen Eigentümer dies freilich noch nicht. Vielmehr sprechen sie davon, dass zusammen mit der Stadt und der Werdohler Politik eine Konzeption entwickelt werden solle. In den nächsten Wochen und Monaten gelte es, „die bisherigen Überlegungen zu intensivieren und zu schauen, was an diesem Standort funktioniert und was nachgefragt wird“.

Bei einem Neubau stellt sich aber die Frage, was an diesem Standort überhaupt möglich ist. Denn das Grundstück im Dreieck Brüninghaus-Platz, Goethestraße und Grasacker liegt im Bereich der von der Bezirksregierung Arnsberg neu ausgewiesenen Überschwemmungsgebiete. Für jegliche Baumaßnahmen in solchen Bereichen ist immer eine Ausnahmegenehmigung der beim Märkischen Kreis angesiedelten Unteren Wasserbehörde erforderlich. Und auch die Stadt möchte bei der wahrscheinlich stadtbildprägenden Bebauung ein Wörtchen mitreden.

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