HSV erhöht die Mitgliedsbeiträge

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Schlug den Mitgliedern eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge vor: Der geschäftsführende Vorstand ▪

WERDOHL ▪ „Erschrocken und verärgert“, sei er, gestand HSV-Vorsitzender Detlef Stägert zu Beginn der ersten Jahreshauptversammlung der Handballer seit Gründung am 26. November 2010. Gerade einmal 20 Mitglieder waren am vergangenen Freitag in der Gaststätte Klute-Oblrich zur Mitgliederversammlung erschienen – eine Handvoll davon auch noch verspätet. 250 Sportler zahlen aber ihre Mitgliedsbeiträge – und die wurden im Laufe der einstündigen Versammlung kräftig erhöht.

Die Mitgliederlisten der beiden Trägervereine TuS Versetal und TuS Jahn zählten vor Jahresfrist insgesamt 400 Handballer. Dass gut 150 von denen nicht in die neue Handballspielvereinigung Werdohl/Versetal 1972 eingetreten sind, sorgte am Freitag für Unmut. Denn, so die Argumentation aus Reihen der anwesenden Mitglieder, dann wäre eine Beitragsanpassung auch nicht notwendig.

Vereinsvorsitzender Stägert, der am Freitag einstimmig für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt wurde, argumentierte jedoch, dass auch nach der Anhebung der Beiträge Handballer in Werdohl noch deutlich weniger zahlen müssten, als etwa in Lüdenscheid oder Schalksmühle. Und nachdem sein erster Ärger verraucht war, erklärte er, dass viele HSV-Angehörige nicht erschienen seien, weil zeitgleich Mitglieder der Jugendabteilung mit den Spielern des VfL Gummersbach einlaufen durften.

Mitgefahren war auch die HSV-Geschäftsführerin Eva Clever, weshalb das Protokoll der Gründungsversammlung am Freitag nicht verlesen und genehmigt werden konnte. Clever wurde in ihrer Funktion ebenfalls wiedergewählt. Ebenfalls in Abwesenheit erhielten Ralf König (2. Jugendvorsitzender), Nadine Kuschmierz (Frauenwartin) und Anke Perlowsky, die im Urlaub war, als 2. Kassierin das Vertrauen der Mitglieder. Neu eingeführt wurde bei den Wahlen das Amt des 3. Beisitzers. Diese bekleidet nun Hans Heckel. Dirk Schulte wurde schließlich als sportlicher Leiter bestätigt.

In seinem Jahresbericht schlug Vorsitzender Stägert deutliche Töne an: „Das vergangene Jahr ist mit dem Abstieg von der Verbands- in die Landesliga nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte er. Und er ergänzte: „Die Mannschaft hat ihr Potenzial nicht abgerufen.“ Gleichwohl, so verkündete er, sei der Vertrag mit dem Trainer jüngst über die Saison hinaus verlängert worden. Und auch mit den Spielern solle in Kürze über die kommende Spielzeit gesprochen werden.

Schüler zahlen

künftig 30 Euro

Obgleich Kassierer Frank Höper in seinem Kassenbericht von einem guten Plus für die Vereinskasse in den zurückliegenden zwölf Monaten berichtete, wurden dann die Mitgliedsbeiträge angehoben: Schüler bis 14 Jahren zahlen demnach künftig 30 Euro im Jahr (bisher: 24), Jugendliche bis 18 Jahren 48 (zuvor: 36), Erwachsene 72 (alt: 48), passive Mitglieder 18 (vorher: 12) und Familien 96 Euro (bisher: 78). Laut Stägert solle die neue Beitragsordnung für zwei Jahre bestehen bleiben. Auf Wunsch können Mitglieder künftig auch im halbjährlichen Rhythmus zahlen.

Aus den Abteilungen wurde folgendes berichtet: Die 1. Mannschaft verpasste einen guten Saisonstart. Trainer Axel Meyrich stellte sein Amt zur Verfügung. Sein Nachfolger wurde Kai Henning. Am Ende jedoch fehlten zwei Punkte zum Klassenerhalt. In der neuen Spielzeit mussten erneut bittere Niederlagen akzeptiert werden.

Die 2. Mannschaft schaffte den Klassenerhalt in der Bezirksliga. Gerd Konopka löste Ralf Fenner auf der Kommandobrücke ab. Den ersehnten Aufstieg von der Kreisklasse Nord in die Kreisliga B verpassten Trainer Hans Jörg Ossenberg und die 3. Mannschaft. Der neue Trainer Olaf Jelinski startete vielversprechend in die neue Spielzeit.

Die Damen haben mit einigen Verletzten in der laufenden Saison zu kämpfen. Trainer Dirk Schulte versucht, mit den verbliebenen Spielerinnen ein erfolgreiches Kernteam zu bilden.

Von Michael Koll

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