Erfolgsrezept: Qualität und Engagement

WERDOHL ▪ International ausgerichtet, aber mitunter auch heimatverbunden – so präsentierte sich die Titelauswahl beim 34. Gemeinschaftskonzert der Werdohler Chöre und Musikgruppen am Samstagnachmittag im Festsaal Riesei. Französische Lieder waren ebenso im Programm wie deutsche Heimatmelodien oder eine Hymne auf New York.

Doch besonders viel drehte sich in diesem Jahr während des Konzertes, für das der Kulturverein „Werdohl heute“ und die städtische Abteilung Kultur verantwortlich zeichnen, um die Stadt Werdohl. Denn das Gemeinschaftskonzert stand diesmal unter dem inoffiziellen Motto „75 Jahre Stadtrechte Werdohl“. Darauf ging auch Günter Vogt, Vorsitzender des Kulturvereins, in seiner Begrüßung ein. „Werdohl hat das Stadtrecht vielleicht erst vor 75 Jahren bekommen, wir machen hier aber schon seit mehr als 150 Jahren Musik – und wir hatten auch das Recht dazu.“ Auch Bürgermeister Siegfried Griebsch ergriff das Wort: „75 Jahre Stadtrechte Werdohl – dieses Thema wird uns in diesem Jahr immer wieder begegnen.“ Dabei passe der Termin des Konzerts nicht ganz zum „Jubiläum“ – die Stadtrechte wurden Werdohl im April 1936 verliehen. „Aber es passt doch, dass eine solche Veranstaltung mit langer Tradition den Reigen der Feierlichkeiten zu diesem Anlass eröffnet.“ Das 34. Konzert dieser Art beweise, dass es fester Teil der jüngeren Stadtgeschichte sei. Griebsch lobte diese Kontinuität „in dieser schnelllebigen Zeit, in der ein Event das nächste jagt. Qualität und Engagement setzen sich offensichtlich durch“, so Griebsch. Der Bürgermeister dankte nicht nur den Veranstaltern, sondern auch allen teilnehmenden Chören und Gruppen, sowie dem Bürgerbusverein, der einen Shuttle-Service zum Riesei anbot.

Trotz Fahrdienstes zum Festsaal waren längst nicht alle Stühle besetzt. Doch die anwesenden Zuschauer genossen nicht nur das abwechslungsreiche Konzert, sondern auch die fröhliche Moderation von Manfred Rademacher. Der Moderator hatte eigens ein Gedicht auf die Stadt Werdohl verfasst. Darin lobte er die schöne Lenne, die Berge und das „idyllische Städtchen“. Darüber hinaus wisse er, dass Werdohl viele begabte Musiker habe. Einige von ihnen seien die Schüler der Musikschule Volmetal. Die eröffneten am Samstag den musikalischen Teil der Veranstaltung. Der Kinderchor unter Leitung von Marion Jeßegus und das Streich-Orchester „Zauberlehrlinge“ unter Leitung von Sebastian Hoffmann boten unter anderem ein russisches und ein israelisches Lied. Beim Auftritt des Evangelischen Kirchenchors der Christuskirche, ebenfalls unter Leitung von Marion Jeßegus, waren die Zuschauer gefragt. Gemeinsam mit dem Chor galt es, bekannte Lieder wie „Kommt ein Vogel geflogen“ anzustimmen.

Die Männerchöre Lenne-Verse und Verse-Ahetal 1882/1919 traten gemeinsam unter der Leitung von Eugen Momot auf und ernteten für Titel wie „I will follow him“ und den „Deutschmeister-Regiments-Marsch“ viel Applaus. Ebenso vom Publikum gefeiert wurde das Tambourcorps Einigkeit, das unter der Leitung von Martina Muhl „Laridah“, „Mit Spiel voran“ und „Salut Bohemia“ spielte. Das Jugendblasorchester der Musikschule Lennetal gab unter der Leitung von Georg Tausch ebenso eine Probe seines Könnens ab. „Ich war noch niemals in New York“ und verschiedene Broadwaymelodien begeisterten die Zuschauer. Gemeinsam setzten alle Musiker einen Schlusspunkt auf der Bühne. Zusammen mit dem Publikum stimmten sie „Nehmt Abschied, Brüder“ an. ▪ Svenja Hoppe

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