Erfolg beginnt im Kopf

Schulleiter Heinz Rohe zeichnete Arzu Bektas und Matthias Hölscher als Jahrgangsbeste aus.

WERDOHL ▪ Im Rahmen einer abwechslungsreichen Entlassfeier im Festsaal Riesei haben am Freitag 41 von ehedem 67 in der Oberstufe angetretene Schülerinnen und Schüler der Albert-Einstein-Gesamtschule aus der Hand von Schulleiter Heinz Rohe und der beiden Klassenlehrer Anna Hein und Falk Metzler ihre Abitur-Zeugnisse erhalten. Die Mädchen waren dabei in Überzahl. Umrahmt waren diese feierlichen eineinhalb Stunden durch musikalische Beiträge einiger Schüler.

13 Jahre Schulzeit liegt nun hinter den jungen Absolventen, die nicht unbedingt immer ruhmreich waren, wie Schulleiter Heinz Rohe feststellte. Es zähle jedoch immer das Ende. Die Lernatmosphäre in der Gesamtschule, so Rohes Überzeugung, habe vielen den Weg zum Abitur ermöglicht, obwohl das nicht jedem – durch die Empfehlungen aus den Grundschulen – vorausgesagt worden sei. Der Abi-Jahrgang habe trotz aller Individualität Zusammenhalt gezeigt und bleibe der Schule in guter Erinnerung.

Mit dem Abitur, so Rohe, ende indes nicht die Zeit der Bildung und Ausbildung. Für den weiteren Weg wünschte er den Absolventen Stärke und Durchhaltevermögen „bei den hoffentlich richtig gesetzten Zielen“.

Auch Bürgermeister Siegfried Griebsch richtete ein Grußwort an den Jahrgang. Ihm sei bei der Unterzeichnung der Zeugnisse aufgefallen, dass die Zusammensetzung der Abiturienten zugleich ein Spiegelbild der Werdohler Bevölkerung seien. Sie haben – so wurde später ergänzt – in nahezu allen Kontinenten ihre Wurzeln.

Ein Lebensabschnitt, in denen alle zu jungen Erwachsenen geworden seien, gehe zu Ende. In dieser Schulphase sei erkannt worden, wo Stärken und Schwächen liegen, und die Schüler hätten begonnen, eigene Standpunkte und Ziele zu entwickeln. Das Abitur sei zugleich ein neuer Startpunkt im Leben. Griebsch riet: „Bleibt neugierig und bewahrt euch das positive Denken, denn „der Erfolg beginnt im Kopf“.

Arzu Bektas und Nico Fischbach gaben anschließend Einblicke in die vergangenen drei Jahre der AEG-Zeit, um letztlich zu der Feststellung zu finden, dass alle innerhalb dieses „Bildungs-Castings“ selbständiger geworden, Erfahrungen gesammelt und den kritischen Blick für alles gefestigt haben. Ihr Dank galt Lehrern und Eltern gleichermaßen.

Auch die beiden Klassenlehrer Anna Hein und Falk Metzler widmeten sich noch einmal der Oberstufenzeit, stellten höflich fest, dass da ein „liebenswerter Jahrgang“ die Schule verlässt und begriffen habe, worauf es ankommen musste. Die Schüler hätten Sozialkompetenz, Zielstrebigkeit sowie menschliche und charakterliche Reife erreicht. Deshalb forderten Hein und Metzler ihre – nunmehr ehemaligen – Schützlinge auf: Lasst die Leinen los und verlasst den sicheren Hafen mit Kurs auf das weitere Leben.

Den musikalischen Rahmen gaben – wie eingangs schon angesprochen – die Schülerinnen und Schüler sich selbst. Dabei ernteten die beiden Abiturienten Marvin Gladitsch (Gitarre) und Dennis Glebowicz (Flügel) für ihre Beiträge „Kiss from a Rose“, „Sweat“ und „Halleluja“ ebenso Applaus, wie Sarah Kostusiak (Jahrgang 11) für ihre Lied „One moment in time“.

Das große Finale eines großen und bedeutsamen Tages für die 41 Jugendlichen folgte schließlich am Freitagabend. Da war dann Abitur-Party im Festsaal Riesei angesagt, bevor schließlich alle ihrer Wege gehen. Denkbar, dass es schon bald ein Wiedersehen gibt, denn natürlich hatte Schulleiter Heinz Rohe dazu eingeladen, im September die Feier zum 20-jährigen Bestehen der Gesamtschule zu besuchen.

Rainer Kanbach

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