Investor steht bereit

Entwidmete Kreuzkirche: Dieses Hindernis verhindert (noch) einen Verkauf

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Für die Kreuzkirche auf der Königsburg hat die Evangelische Kirchengemeinde Werdohl endlich einen Käufer gefunden. Weil die Behördenmühlen aber langsam mahlen, kann der seine Pläne noch nicht in die Tat umsetzen.

Werdohl – Für die Ende 2018 entwidmete Kreuzkirche auf der Königsburg hat die Evangelische Kirchengemeinde Werdohl einen Interessenten gefunden, der die Immobilie kaufen und anderweitig nutzen möchte.

Mit ihm ist die Gemeinde handelseinig, auch das Landeskirchenamt hat sein Okay gegeben. Die Umsetzung der Pläne scheitert aber offensichtlich noch an der Genehmigung durch die Baubehörde. 

„Der Ball liegt mittlerweile nicht mehr bei uns, denn zwischen der Kirchengemeinde und dem Käufer ist alles geregelt“, sagte Pfarrer Dirk Grzegorek über den Stand des Immobiliengeschäfts. Demnach warten die Beteiligten jetzt darauf, „dass die Umnutzung des Gebäudes wie vom Käufer geplant möglich ist“, umschrieb Grzegorek die Schwierigkeiten. Dabei gehe es vor allem um Lärmimmissionen. Wer der Käufer ist und was er mit der 1966 eingeweihten und Ende 2018 entwidmeten Kirche anfangen will, sagte der Pfarrer nicht. Bekannt ist bislang lediglich, dass der Käufer des aus Stahlbeton und Glaselementen gebauten einstigen Gotteshauses aus Werdohl kommt. 

"Ab und zu" könnte Lärm entstehen

Etwas mehr Licht ins Dunkel brachte Baukirchmeister Gerd Petersmann. Seinen Worten zufolge würde bei der geplanten zukünftigen Nutzung der Kreuzkirche „ab und zu und in einem zulässigen Rahmen Lärm entstehen“. Damit das wegen der Lage des früheren Gotteshauses mitten im Wohngebiet auf der Königsburg nicht zu einem Problem wird, habe die Kirchengemeinde ein Gutachten erstellen lassen, das den Baubehörden bei der Stadt Werdohl und beim Märkischen Kreis vorgelegt worden sei. Die hätten die geplante Nutzung daraufhin vorerst abgelehnt, sagte Petersmann. „Das letzte Wort hatte da wohl der Kreis“, mutmaßte der Presbyter. Tatsächlich ist es so, dass die Behörde in Lüdenscheid dafür zuständig ist, die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich schädlicher Umwelteinwirkungen wie zum Beispiel Lärm zu prüfen. 

Zusammen mit dem beauftragten Sachverständigen, der das Gutachten noch einmal überarbeitet habe, sei dann ein neuer Antrag eingereicht worden, berichtete Petersmann. Seitdem herrsche Funkstille. „Die Ablehnung ist ganz schnell erfolgt. Jetzt warten wir aber schon seit Wochen auf eine Reaktion der Behörden“, beklagte der Baukirchmeister, dass es einfach nicht weitergehe. 

Käufer findet Zwischenlösung

Immerhin: Befürchtungen, dass der Käufer aufgrund dieser Probleme noch abspringe, müsse die Kirchengemeinde nicht haben, glaubt Petersmann. „Für den Käufer ist es sehr wichtig, dieses Gebäude zu erwerben“, sagte er. Für sein Vorhaben habe er deshalb erst einmal eine Zwischenlösung gefunden. 

So warten die Beteiligten nun auf grünes Licht aus dem Kreishaus in Lüdenscheid. „Mit dem Landeskirchenamt ist schon alles geklärt“, sagte Pfarrer Dirk Grzegorek, dass dem Verkauf von dieser Seite kein Hindernis mehr im Weg stehe.

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