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Entwicklung der Spielplätze: Ideen sind da, Geld fehlt noch

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Von: Volker Griese

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Das Konzept zur Weiterentwicklung der Spiel- und Bolzplätze stellte Michael Tauscher in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses vor.
Das Konzept zur Weiterentwicklung der Spiel- und Bolzplätze stellte Michael Tauscher in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses vor. © Griese, Volker

Der Arbeitskreis Spielplätze hat Ideen zur Weiterentwicklung der Spiel- und Bolzplatzlandschaft in Werdohl gesammelt, die in naher Zukunft umgesetzt werden sollen.

Das erfuhren die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses in ihrer jüngsten Sitzung von Michael Tauscher, der im Rathaus für die Spiel- und Bolzplätze zuständig ist. Dennoch musste sich Tauscher kritische Fragen gefallen lassen.

In einem knapp 20-seitigen Papier hatte Tauscher das 2018 verabschiedete und seitdem weiterentwickelte Spielplatzkonzept des Jugendamtes vorgestellt. An mehreren Stellen war darin aufgeführt, welche Schritte als nächstes unternommen werden sollen, um die Spiel- und Bolzplätze im Stadtgebiet attraktiver zu gestalten. Dazu gehörten zum Beispiel ein Heckenlabyrinth und ein Wasserspielplatz mit Trinkbrunnen auf dem Spielplatz an der Meilerstraße in Pungelscheid.

Büsche und Bäume sollen Schatten spenden

Auf den Spielplätzen an der Stettiner Straße und der Danziger Straße sowie auf dem Bolzplatz in Ütterlingsen könnten Büsche und Bäume gepflanzt werden, um Schattenbereiche zu schaffen, hieß es weiter. Auch in der mit Spielflächen reich gesegneten Innenstadt gibt es nach Auffassung des Arbeitskreises noch Handlungsbedarf. So könnten beispielsweise auf dem Spielplatz der Goethestraße Zebra- und Stoppstreifen sowie Pfeile auf die Asphaltflächen aufgebracht werden, so dass Kinder dort spielerisch Verkehrszeichen und ihre Bedeutung erlernen könnten. Weil dieser größte Spielplatz im Stadtgebiet von unterschiedlichen Altersgruppen genutzt wird, könnte dort durch natürlichen Sichtschutz, durch Barrieren oder Zäune eine Trennung von Spiel- und Sportflächen für kleinere und größere Kinder sowie Jugendliche und Erwachsene vorgenommen werden.

Auf dem Schulhof der St.-Michael-Grundschule, der in der unterrichtsfreien Zeit auch als Spielplatz genutzt werden kann, könnten mit Büschen und Bäumen in versetzbaren Kübeln Schattenbereiche geschaffen werden.

Tische, Bänke, Rutsche und Karussell

Auch auf den Spielplätzen im Versetal könnten Büsche und Bäume als Schattnspender gepflanzt werden, heißt es in dem Konzept weiter. Tische und Bänke sowie eventuell eine Rutsche (Spielplatz Kirchstraße) oder ein Karussell (Spielplatz Im Kamp) könnten dort ebenfalls installiert werden.

Ob all diese Ideen in die Tat umgesetzt werden können, ist allerdings offen, denn die Finanzierung ist noch keineswegs gesichert. Die Stadt habe aber Zuschüsse aus zwei Förderpogrammen beantragt, erfuhren die Ausschussmitglieder. Die Begrünungen, eine Entsiegelung von Asphaltflächen, Heckenlabyrinthe, Wasserspiele, Trinkbrunnen und Sitzmobiliar auf den Spielplätzen könnten damit im nächsten Jahr gefördert werden. Sicher sie das aber nicht, betonte Tauscher ebenso wie Bürgermeister Andreas Späinghaus. Sollten die Förderanträge abgelehnt werden, müsse die Konzeption entsprechend wieder angepasst werden.

Konzept „ständig weiterentwickelt“

Kritische Anmerkungen gab es von Andrea Hüge (CDU). Sie vermisse noch immer ein Konzept, wie die städtischen Spielplätze modern gestaltet werden sollten, monierte sie. Das wollte Sabine Bleckmann, administrative Leiterin des Jugendamtes, nicht so stehen lassen. Das Konzept liege seit drei Jahren vor und werde ständig weiterentwickelt, korrigierte sie. „Der Arbeitskreis liefert die Ideen, über deren Umsetzung der Jugendhilfeausschuss entscheidet“, skizzierte sie, wie die Weiterentwickelung der Spiel- und Bolzplätze vonstatten geht.

Überzeugt war Hüge davon nicht. Bei der Abstimmung über die Durchführung der im Konzept vorgestellten Maßnahmen enthielt sie sich, während alle anderen Ausschussmitglieder ihr Okay gaben.

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