Enttäuschend wenig Interesse

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Referent Michael Scheffler sprach am Freitag diverse sozialpolitische Themen an. Sieglinde Mycer (links) vom SoVD-Ortsverband war von der Resonanz enttäuscht. ▪

WERDOHL ▪ Der Referent, den der Werdohler Ortsverband des Sozialverbands Deutschlands für Freitag in die Gaststätte Ütterlingser Krug eingeladen hatte, versprach interessante Einblicke in brisante Themen. Michael Scheffler,

SPD-Abgeordneter im Düsseldorfer Landtag und vertreten in verschiedenen Ausschüssen mit sozialen Hintergründen, lockte indes nur knapp ein Dutzend Zuhörer in den Saal – geplant hatten der Ortsverbandsvorstand mit 30 bis 40 Gästen. Gründe für das äußerst enttäuschend geringe Interesse konnte Sieglinde Mycer nicht nennen.

Scheffler referierte dennoch informativ über diverse Themen der Sozialpolitik. Der gebürtige Letma-ther stieg mit dem Thema Pflegebedürftigkeit ein und hob die Erhaltung der Würde der Pflegebedürftigen hervor. Sie dürfe nicht vom Status oder dem Geldbeutel abhängen, vielmehr sehe er die Pflege alter und kranker Menschen als gesamtgesellschaftlichen Auftrag an. Die Gesellschaft müsse sich solidarisch zeigen, betonte Scheffler.

Den flächendeckenden Mindestlohn sprach der Landespolitiker ebenfalls an. Zu diesem Thema habe seine Partei ein Gesetz auf den Weg gebracht, das die Vergabe öffentlicher Aufträge an Firmen, die ihren Beschäftigen weniger als den Mindestlohn zahlen, ausschließt.

Mycer nutzte die Gelegenheit und informierte auch über interne Neuigkeiten: Ab Januar werde ein Sonderbeitrag auf den Monatsbeitrag fällig. Einzelpersonen müssten künftig 50, Partner 70 und Familien 90 Cent im Monat zusätzlich bezahlen. Zudem sagte Mycer, dass die Vorstandsposten auf Kreisebene nach den zahlreichen Rücktritten wieder neu besetzt wären. Der Ortsverband Werdohl sein nun mit zwei Mitgliedern im Kreisvorstand vertreten.

Mycer erinnerte nochmals daran, dass am 5. Oktober die SoVD-Fahrt nach Krombach auf dem Plan stehe.

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