Ensemble von Emscherblut spielt auf Zuruf

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Das Ensemble von Emscherblut ließ sich durch Stichworte der Zuschauer inspirieren. ▪

WERDOHL ▪ Der Bürgermeister als Motorradrowdy, Jürgen Hennemann als Scharfrichter und der Brunnen auf dem Brüninghausplatz als Quelle der ewigen Jugend. Diese und andere fantasievolle Geschichten erzählte und spielte am Samstag das Improvisationstheater Emscherblut bei einer Tour durch die Stadt.

„Wenn sie etwas interessantes sehen, das ihnen vorher noch nie aufgefallen ist, oder etwas, das sie zwar schon kennen, aber aus einem anderen Blickwinkel betrachten möchten – sagen sie es uns“, forderte Detlev Schmidt von Emscherblut die Zuschauer auf. Die folgten den fünf Schauspielern und zwei Musikern von der Versebrücke, entlang des Lennufers, durch die Innenstadt bis zum Bahnhof. Auf Zuruf konnten die Teilnehmer die Gruppe anhalten und zum Spielen auffordern.

So wurde eine Markierung an einem Baum zu einem Schauspiel um Bürgermeister „Joachim“ und seine Frau „Hildegard“, die ihn vor weiteren Motorradtouren warnte. Die Vogelstange wurde kurzerhand zu dem Platz umfunktioniert, an dem „Scharfrichter“ Jürgen Hennemann die Ausgangssperre mit harten Mitteln durchsetzt und der Spender für Hundetüten wurde zum Vorratslager für Gefrierbeutel. Dabei konnten die Zuschauer die Szenerie stets mitbestimmen. Das fünfköpfige Ensemble ließ sich Stichworte wie Gefühle, Namen und Tageszeiten zurufen und ging beim Spiel auf diese ein.

Dem begeisternden Spiel und Einfallsreichtum der Schauspieler war es zu verdanken, dass der Spaziergang durch die Stadt zu einem ganz besonderen Erlebnis wurde. ▪ svh

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