Enkel und Großvater legen alte Treppe wieder frei

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Seth Fitzek und sein Großvater Harald Patent legten in den Herbstferien eine alte Treppenanlage frei.

Werdohl - Ausschlafen, Freunde treffen, vor dem Computer oder der Playstation sitzen, vielleicht mal ein Ausflug, so sehen typische Ferienbeschäftigungen vieler Schüler aus. Der zwölfjährige Seth Fitzek vertrieb sich die Zeit zuletzt in den Herbstferien anders.

Statt zu Maus, Tastatur und Controller, griff Seth an zwei Tagen gemeinsam mit seinem Großvater Harald Patent (68) zu Spaten und Säge, um eine jahrzehntealte Treppe am Wanderweg A3 in Werdohl wieder freizulegen. 

Seth, der mit seiner Familie in Halver-Oberbrügge lebt, verbrachte die Ferien tageweise bei seinen Großeltern in der Stadt an Lenne und Verse. Dabei ging er auch seinem großen Hobby, dem Mountainbikefahren, nach. Unterwegs war Seth in einem Waldstück im Bereich des Funkenburg-Parks – und spürte an einer Stelle eine Unebenheit im Waldboden. Als der Zwölfjährige nachschaute, stieß er auf eine Treppenstufe. „Die Treppe war komplett mit Waldboden überdeckt, gar nicht mehr zu erkennen. An einer Stelle wuchs sogar bereits ein großer Baum“, erinnert sich Seth. 

Er berichtete seinem Großvater von der Entdeckung, der sich noch an die Treppenanlage in ursprünglichem Zustand erinnern konnte. „Ich schätze, die Treppe wurde vor ungefähr 60 Jahren angelegt, damals rege von Spaziergängern und Eltern mit ihren Kindern genutzt, die auf dem Weg zum Kindergarten Funkenburg waren“, blickt Harald Patent einige Jahrzehnte zurück. 

Waldboden und störende Äste entfernt

Um die Treppenanlage wieder nutzbar zu machen, verbrachten Seth und sein Großvater zwei Tage im Wald, legten die Stufen mit Spaten und Schaufeln aufwendig frei und entfernten auch störende Äste. „An einigen Stellen sind die Stufen durch Wurzelwerk zwar etwas nach oben gedrückt worden, aber man kann die Treppe jetzt wieder benutzen“, sagt Seth zufrieden. Dies geschehe auch bereits regelmäßig. „Wir haben Spaziergänger beobachtet, die jetzt wieder diesen Wanderweg zum Kreuz oben auf der Funkenburg nehmen“, sagt Harald Patent. 

Weil Seth die handwerkliche Arbeit gemeinsam mit seinem Großvater viel Spaß gemacht hat, kann sich der Zwölfjährige gut vorstellen weiterzumachen. „Wir schauen mal, wie die anderen Wege hier im Bereich Funkenburg-Park aussehen, vielleicht gibt es in den nächsten Ferien noch was zu tun“, meint Seth lachend.

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