Enervie unterstützt Fusion der Stadtwerke Werdohl und Plettenberg

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Gibt es bald die Stadtwerke Lennetal? Im November soll in den Aufsichtsratsgremien diskutiert werden. 

Werdohl - „Es ist überhaupt noch nicht klar, ob das etwas wird“, dämpft Stadtwerke-Chef Frank Schlutow allzu optimistische Erwartungen an eine Fusion mit den Stadtwerken Plettenberg.

Im November soll in den Aufsichtsgremien beider Stadtwerke diskutiert werden, ob man in Zukunft einen gemeinsamen Weg gehen wird. „Es gibt auch Risiken, die abgewogen werden müssen“, so Schlutow. 

Seinen Informationen nach würden 70 Prozent aller kleinen und mittleren Stadtwerke über Kooperationen nachdenken. Es läge einfach nahe, gemeinsam mit den etwa gleich großen und gleich starken Stadtwerken Plettenberg über eine Zusammenarbeit nachzudenken. Schlutow und sein Plettenberger Kollege Dr. Uwe Allmann haben schon seit Jahren gegenseitig Prokura, beide Männer pflegten eine freundschaftliche und offene Zusammenarbeit. 

Bündelung zur Sicherung der Stadtwerke-Landschaft

„Die Bündelung von Kompetenzen soll zur Sicherung der Stadtwerke-Landschaft vor Ort beitragen“, so Schlutow. Themen wie Wettbewerb, Regulation, Digitalisierung oder neu die E-Mobilität müssten nicht in beiden Stadtwerken gleichzeitig bearbeitet werden. Neue Fachthemen könnten an einer Stelle gebündelt werden. 

Frank Schlutow, Geschäftsführer der Stadtwerke, will sich im November von seinem Aufsichtsrat grünes Licht für den Beginn der Fusions-Verhandlungen mit Plettenberg geben lassen.

Schlutow ist wichtig, dass es bei der geplanten Fusion mit den Plettenberger Stadtwerken um eine Angelegenheit auf Augenhöhe gehe. Es sei eben nicht die Übernahme durch einen stärkeren Partner. Deshalb habe seiner Meinung nach auch Enervie außer den Stadtwerken Lüdenscheid keine weiteren Partner im Verein der lokalen Stadtwerke im Kreis gefunden. Gleichwohl ist Enervie Anteilseigner bei beiden Stadtwerken und sogar mit einem Veto-Recht ausgestattet. 

Zusammenführung soll transparent erfolgen

„Enervie unterstützt uns bei unserem Vorhaben“, so Schlutow, das sei Grundvoraussetzung für die Gedanken an eine Fusion gewesen. Natürlich wolle sich Enervie am Ende im Gesellschaftervertrag wiederfinden. Allerdings werde es keinen Kauf und keinen Verkauf geben. Transparent sollen beide Unternehmen zusammengeführt werden. 

Schlutow: „Wir werden ein Modell vorlegen, und dazu brauchen wir die Zustimmung der Gesellschafter.“ Schließlich seien er und Allmann nur die Geschäftsführer der Stadtwerke, nicht deren Inhaber. 

Prozessoptimierung für beide Häuser 

„Wir machen aktuell sehr viel doppelt“, meint Schlutow mit Blick nach Plettenberg. Die beiden Stadtwerke-Büros sind räumlich nur vier Kilometer auseinander. Von einer Prozessoptimierung könnten beide Häuser profitieren. Letztlich soll die Fusion ausschließlich im Sinne der Kunden positiv ausfallen. Man wolle qualitativ hochwertige Arbeit leisten und mit Gas, Wasser und Energie den Bürgern weiter gute Angebote machen. Die lokalen Banken hätten es den Stadtwerken schließlich schon vorgemacht. 

Wenn die Fusion gelinge, sie man sicher offen für weitere Stadtwerke. „Warum nicht später auch Altena?“ denkt Schlutow laut.

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