Zwischen Werdohl, Altena und Lüdenscheid

Masten-Modernisierung beendet: 30 Millionen Euro investiert

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Enervie hat sein umfangreiches Masten-Modernisierungsprogramm mit der Fertigstellung der Portalstrecke in Elverlingsen erfolgreich abgeschlossen. Vorne im Bild ist ein neu errichteter Masten zu sehen, im Hintergrund ein 60 Jahre altes Modell (rechts) und ein bereits in Einzelteile zerlegter Mast (links).

Werdohl/Altena - Die Enervie Vernetzt GmbH hat ihr seit dem Jahr 2006 laufendes Modernisierungsprogramm zur Erneuerung des 110-Kilovolt- Freileitungsnetzes im Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen. Als letzten Abschnitt modernisierte der regionale Infrastrukturdienstleister den gemeinsamen Trassenabschnitt der 110-kV-Freileitungen im Bereich des Kraftwerks Elverlingsen bis zur Ortschaft Bergfeld, die sogenannte Portalstrecke.

Zur Erneuerung der Portalstrecke wurden 20 alte Masten abgebaut und durch 19 neue ersetzt. Dazu wurden in jedem der 19 Mastfundamente durchschnittlich gut 28 Tonnen Baustahl und knapp 140 Kubikmeter Beton verbaut. Enervie investierte in diesen Abschnitt der Maßnahme zur Modernisierung ihres 110-kV-Freileitungsnetzes rund 7,5 Millionen Euro.

Schon im Jahr 2003 hatte das Unternehmen eine Analyse des Zustandes der insgesamt 671 Hochspannungsmasten im Netzgebiet durchgeführt. Diese Begutachtung habe ergeben, dass an etwa einem Drittel der Masten vorbeugende Modernisierungsmaßnahmen aufgrund einer sogenannten Stahlversprödung notwendig wurden, teilte das Unternehmen mit.

Modernisierung läuft seit 2006

Enervie hat daraufhin unter Einbeziehung externer Gutachter ein Modernisierungsprogramm mit einem Gesamt-Investitionsvolumen in Höhe von 30 Millionen Euro aufgestellt. Dieses Programm startete im Jahr 2006.

Enervie hat nach Abschluss der Portalstrecke in Elverlingsen nun insgesamt 335 Masten erneuert beziehungsweise saniert. Konkret wurde auf einer Freileitungs-Länge von rund 42 Kilometern von Herdecke über Hagen bis nach Altena und Werdohl Maßnahmen durchgeführt.

Aus alten Masten werden Autos

Der Stahl der alten Hochspannungsmasten, zusammen immerhin rund 340 Tonnen, wurde übrigens wiederverwendet. „Aus dem Stahlschrott werden neue Autos gebaut“, sagte Projektleiter Werner Wasmuth. Das Material würde rechnerisch ausreichen zum Beispiel für die Rohkarosserien von etwa 1390 Autos des aktuellen Golf-Typs 7.

Die Enervie Vernetzt GmbH versorgt in ihrem etwa 1000 Quadratkilometer umfassenden Netzgebiet in Hagen, Herdecke und der Märkischen Region mehr als 500.000 Einwohner in insgesamt 19 Städten und Gemeinden mit elektrischem Strom. 27 Umspannwerke dienen als zentrale Einspeiseknotenpunkte im rund 200 Kilometer langen Hochspannungs-Freileitungsnetz auf der 110-Kilovolt- und der 220-Kilovolt-Ebene.

Kabelnetz von 7700 Kilometern

Die installierten Transformatoren sorgen dafür, dass die Spannung von der Hoch- auf die Mittelspannungsebene von 110.000 Volt auf 10 000 Volt heruntergespannt wird. Über ein engmaschiges Kabelnetz von rund 7700 Kilometern Länge und zahlreiche 10-kV-Stationen gelangt der Strom schließlich auf Niederspannungsebene von 400 Volt beziehungsweise 230 Volt zum Endverbraucher.

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