Einstündiger Stromausfall auf der Königsburg

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Auf der Königsburg ist es am Samstag zu einem etwa einstündigen Stromausfall gekommen.

Werdohl - Ein klassischer Kabelfehler hat am Samstagabend große Teile des Wohnviertels Königsburg lahmgelegt. Das bestätigte jetzt Enervie-Pressesprecher Andreas Köster auf Nachfrage unserer Zeitung.

Um 20.09 Uhr hätten die Mitarbeiter der Enervie-Zentrale in Hagen auf dem Leitstand die Störung in Werdohl bemerkt. Eine 10-Kilovolt-Leitung zwischen den Trafostationen Oststraße und Im Ohl sei ausgefallen, beide Stationen hätten sich automatisch ausgeschaltet.

In dieser Folge sei es zu einem Domino-Effekt gekommen: Weitere 13 Trafostationen fielen aus. Damit war ein Großteil der Haushalte auf der Königsburg ohne elektrischen Strom, Köster nannte beispielsweise Straßen wie Waldstraße, Finkenweg, Vorthstraße, Im Ohl, Oststraße und Carl-Schlömer-Straße. Auch das komplette Schulzentrum auf dem Riesei, das Hallenbad und die Sportanlagen seien automatisch vom Netz genommen worden.

Nachdem die Enervie-Techniker in Hagen den Fehler bemerkt hatten, sei der Bereitschaftsdienst für Werdohl alarmiert worden. Die Techniker fuhren zunächst zu den Stationen, die nur in der Folge des Fehler aus dem Netz „gesprungen“ seien. Auf Fern-Anweisung der Leitwarte seien diese Stationen wieder aufgeschaltet worden. Die ersten Haushalte waren damit wieder am Netz. Später konnten auch die beiden durch den Kabelfehler ursprünglich ausgefallenen Stationen wieder zugeschaltet werden.

Zuschalten geht von Hand

Das defekte Kabel sei durch eine redundante Verbindung ersetzt worden. Köster: „Das Zuschalten geht alles von Hand, die Techniker müssen in jede einzelne Station, sich dort Zugang verschaffen, auf die Freigabe von der Leitstelle warten und dann die Station wieder in Betrieb nehmen.“ Die Kunden seien so nach und nach wieder ans Netz gekommen, der letzte Anschluss sei ab 21.04 Uhr wieder versorgt gewesen.

Andreas Köster bittet die Enervie-Kunden um Verständnis und entschuldigt den Ausfall. Eine Ausfallzeit von weniger als einer Stunde sei allerdings eine relativ gute Zeit für den Schadensfall. Montag sei der Messwagen gekommen und habe die schadhafte Stelle am Kabel im Erdboden lokalisiert. Die endgültige Reparatur sei immer noch nicht abgeschlossen.

Möglicherweise habe es auch Ausfälle im Mobilfunknetz gegeben. Das Netz könne durch viele Anrufe überlastet gewesen sein. Denkbar sei ein Ausfall der Funkstation, die eventuell vom Stromausfall betroffen gewesen sein könnte. In dem Fall würde die Telekom den Mobilfunk auf eine andere Station umleiten, dabei könnten Verbindungsprobleme entstehen.

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