Woge Werdohl investiert 2,3 Millionen Euro

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Die Fassade des Hauses Friedrichstraße 29 wird gedämmt, außerdem bekommt das Haus eine neue Gasheizung.

Werdohl - 2,3 Millionen Euro will die Wohnungsgesellschaft Werdohl (Woge) in diesem Jahr investieren. Wie in den vergangenen Jahren entfällt rund eine Million Euro auf die Instandhaltung und Sanierung. Für 820 000 Euro modernisiert die Gesellschaft außerdem vier Wohnhäuser. In Ütterlingsen soll für 400 000 Euro eine Grünfläche entstehen.

„Die energetische Sanierung steht im Vordergrund“, erklärt Woge-Geschäftsführer Ingo Wöste die Vorhaben. So sollen die Häuser an der Friedhofstraße 55, Friedrichstraße 29, Sommerstraße 17 und 19 eine neue Wärmedämmung bekommen. Außerdem will die Gesellschaft in allen 24 Wohnungen besser isolierte Fenster einbauen und die Hausdächer sanieren.

Auch eine neue Heizungsanlage sieht das Modernisierungskonzept vor: Die vier Häuser bekommen „eine neue fortschrittliche Gaszentralheizung mit sparsamer Brennwerttechnik“, heißt es in einer Mitteilung der Woge. In der Friedhofstraße werden dadurch die Nachtspeicheröfen ersetzt, mit denen die Wohnungen bisher geheizt werden. Mit rund 820 000 Euro schlagen die Modernisierungsmaßnahmen an den vier Gebäuden zu Buche. Die Kosten legt die Woge auch auf ihre Mieter um: 60 bis 70 Euro müssen diese im Schnitt mehr für ihre Wohnung zahlen. Allerdings werde sich die Modernisierung auch durch niedrigere Heizkosten bemerkbar machen, sagt Ingo Wöste. „Die Energie-Einsparung wird die Mieterhöhung etwas abfedern.“

Für die Woge werde sich die Investition auf jeden Fall lohnen, glaubt Wöste: „Die Häuser liegen relativ innenstadtnah.“ Deshalb könne die Gesellschaft diese Wohnungen auch in Zukunft gut vermieten.

In Ütterlingsen sieht das anders aus: Dort kommt nicht für alle Häuser eine kostenintensive Sanierung in Frage. Ende 2013 hat die Woge schon die Häuser Leipziger Straße 9 und 11 abgerissen, im Januar und Februar folgen auch die Gebäude an der Berliner Straße 22 und 24. „Die Häuser stehen dort sehr dicht“, erklärt Ingo Wöste die Gründe für den Abriss. Auf den freigewordenen Grundstücken will die Woge ab Frühjahr einen Park errichten. Nicht nur das Image des Stadtteils Ütterlingsen will die Woge damit weiter verbessern. Schließlich verringere sich insgesamt die Anzahl leerstehender Wohnungen in der Stadt.

400 000 Euro kostet die Erholungsfläche in Ütterlingsen, davon entfallen 100 000 Euro auf den Abriss der Häuser. Die Woge muss diese Kosten aber nicht allein tragen. Im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau West übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen 200 000 Euro – 80 000 Euro für den Abriss, 120 000 Euro für die Errichtung des Parks.

Das Investitionsvolumen ist mit rund 2,3 Millionen Euro etwa so hoch wie in den vergangenen Jahren. „Das sind eigene Mittel“, sagt Ingo Wöste. „Wir nehmen für die Investitionen keine Darlehen auf.“ Die Instandhaltung der Wohnhäuser kostet jedes Jahr etwa eine Million Euro. 2014 fließt ein großer Teil davon nach Ütterlingsen: In der Breslauer Straße 14 bis 36 wurden schon im vergangenen Jahr die Treppenhäuser saniert und neue Sicherheitstüren eingebaut. Jetzt sind die Hausnummern 40 bis 46 an der Reihe.

Von Constanze Raidt

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