Endlich: Ein Wochenende mit Freibadwetter

Ferienstimmung: Für die Mädchenclique gibt es nichts Schöneres als das Freibad mit Sonne.

WERDOHL ▪ Der kleine Tim näherte sich am Samstag noch etwas vorsichtig mit großem Zeh und Wasserpistole dem Nichtschwimmerbecken. Im vergangenen Jahr war der Zweijährige oft krank, da war es nichts mit dem Schwimmen gehen. Jetzt hat der Arzt sein Okay gegeben, berichtete seine Mama erleichtert. Und da war am ersten richtig schönen Tag seit langem klar: Es geht ins Freibad.

Eine Entscheidung, die zahlreiche Werdohler am Pfingstwochenende getroffen haben. Zum ersten Mal seit der Eröffnung am 1. Mai bot die Anlage in Ütterlingsen das Sommer-Sonne-Wasser-Bild, das eigentlich dazu gehört. Auf der Wiese tummelten sich die Besucher – wenn auch nicht ganz so viele, wie erwartet.

250 Badegäste am Samstag

Rund 250 Badegäste waren es am Samstag. „An guten Wochenenden knacken wir eigentlich die 1000er-Marke“, meinte dazu Betriebsleiter Uwe Dickmann: „Heute ist es doch noch überschaubar.“ 30 Grad bis Weihnachten und dann kann es besser werden – das ist die Idealvorstellung des Schwimmmeisters. Aber die sonnigen 23 Grad waren immerhin ein Anfang.

Zumal sich die Werdohler Schwimmbegeisterten ohnehin als hart im Nehmen zeigen. Für die wenigsten war der Freibadbesuch am Samstag eine Premiere wie für den kleinen Tim. Luisa Stagni war in diesem Jahr die erste, die ins Wasser gesprungen ist. Kurz nach 9 Uhr war die Viertklässlerin am 1. Mai da und gehört seitdem wie ihre Freundinnen Stephanie, Jeanine und Rebecca zu den Stammgästen.

Bei nahezu jedem Wetter sind auch die Damen im Wasser anzutreffen, die am Samstag im Liegestuhl die Sonne genossen. Sie gehören zum Kreis der 40 bis 50 unentwegten Frühschwimmer, die regelmäßig ihre Runden in Ütterlingsen drehen – selbst am Tag des unerwarteten Kälteeinbruchs. „Da sind mir auf dem Weg zum Freibad die Autos mit Schnee auf dem Dach entgegen gekommen“, schumzelt eine.

Neue Oberflächen für die Minigolf-Bahnen

Einig sind sich aber alle: Bei Sonne macht es eindeutig mehr Spaß. So wie auch das Minigolfspielen nebenan. Von einem Massenandrang war allerdings auch dort am Samstag noch nichts zu spüren. Viele Werdohler, das zeigte sich auch beim Gang durch die Stadt, waren anscheinend ausgeflogen oder kümmerten sich um den eigenen Garten. Der positive Effekt für die anwesenden Minigolfer: Man konnte ohne Wartezeiten spielen. Pia Ziese und Gian-Luca Modesto, die mit Pias Papa und Onkel unterwegs waren, genossen es. Und auch den Vereinsmitgliedern bot der gelassene Betrieb den Raum, anstehende Arbeiten zu planen. Nach 40 Jahren sollen die Oberflächen der Bahnen jetzt überarbeitet werden. Möglichst bis zu den Sommerferien soll das über die Bühne gegangen sein. Damit alles fertig ist, wenn dann der richtige Ansturm kommt.

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