Endlich mal ein ruhiger Abend

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Kreisbrandmeister Rainer Blumenrath dankte den Werdohler Feuerwehrleuten für ihre Einsatzbereitschaft.

WERDOHL - Dass die Containerbrände der letzten Zeit aufhören, wünschen sich wohl alle Werdohler Feuerwehrleute, die permanent dafür raus müssen. Am Samstag wurde der Wunsch noch etwas nachdrücklicher geäußert, denn da trafen sich die Blauröcke zum Jahresfest im Festsaal Riesei – und das wollte man möglichst ohne Unterbrechung feiern.

Einmal im Jahr möchten die Mitglieder der Werdohler Feuerwehr und der VDM-Werkfeuerwehr einen schönen Abend miteinander und vor allem mit den Partnern vebringen, ohne deren Unterstützung Dienst und Einsätze kaum absolviert werden könnten. Dafür dankte ihnen am Samstagabend nicht nur Stadtbrandinspektor Manfred Theile, sondern auch Kreisbrandmeister Rainer Blumenrath und Bürgermeister Siegfried Griebsch.

Theile wies auf die hohe Einsatzfrequenz hin. Schon jetzt habe man die Vorjahreszahl erreicht: „Dabei haben wir noch zweieinhalb Monate vor uns. Wir hoffen, dass wieder etwas mehr Ruhe einkehrt und wir vor allem von den Containerbränden verschont bleiben.“

Ausgerüstet sei man für den Dienst gut, berichtete Theile, der das mit einem Dank an Rat und Verwaltung für die Unterstützung verband. Aktuell stehe man kurz vor der Einführung des Digitalfunks. Sechs Monate seien für den Probebetrieb veranschlagt, berichtete der Stadtbrandinspektor. Der Einbau der Technik erfolge vor Ort: „Dafür muss kein Fahrzeug aus Werdohl raus.“

Mehr Sorgen macht Theile da schon die Mannschaftsstärke. Er freut sich, dass die Jugendfeuerwehr mit 28 Mitgliedern einen erfreulichen Aufschwung genommen habe. Für die aktive Wehr wünscht er sich jedoch mehr Verstärkung, auch durch Seiteneinsteiger.

Unterstützung bekam er bei der Bitte um Mitgliederwerbung vom Kreisbrandmeister. Blumenrath wies darauf hin, dass mit speziellen Broschüren auch gezielt Menschen mit Migrationshintergrund angesprochen werden könnten: „Auch sie wollen gerettet werden, und da sind sicher welche bereit, mitzumachen.“ Mit Blick auf einen zuletzt verstorbenen Feuerwehrmann in Dormagen und einen Großbrand in Kierspe gab er jedoch auch zu bedenken: „Man muss immer im Hinterkopf behalten, dass das, was wir machen, auch lebensgefährlich sein kann.“ Heilfroh sei er jedesmal, wenn alle unversehrt aus einem Einsatz herauskämen. Keinerlei Verständnis habe er daher für die, die einfach mal rumzündeln. Für die immer komplexer werdende Arbeit und die Einsatzbereitschaft müsse den Feuerwehrleuten gedankt werden, meinte auch Bürgermeister Griebsch, der dies im Namen aller Werdohler am Samstag übernahm.

Schwarz auf weiß bekamen diese Anerkennung vier langjährige Kameraden bestätigt. Für sein 25-jähriges Dienstjubiläum erhielt Unterbrandmeister Stephan Sommer eine Urkunde. Für 35 Jahre Dienst in der Feuerwehr wurden Brandinspektor Thomas Scharpe und Hauptbrandmeister Rüdiger Fenner ausgezeichnet. Einen besonders großen Beifall gab es für Hauptbrandmeister Frank Müller, der sein 40-jähriges Dienstjubiläum feierte.

Nach dem offiziellen Teil konnten die rund 150 Gäste im Festssaal Riesei dann ganz unbeschwert und vor allem ohne Einsatzanforderung feiern. Nachdem in den vergangenen Jahren die „Heißen Schläuche“ aus den eigenen Reihen für Spaß auf der Bühne gesorgt hatten, konnten die da jeweils eingespannten Kameraden diesmal entspannt sitzenbleiben und den Abend genießen. Zur Überraschung der vielen Uneingeweihten eroberte nach dem Essen „Mc Wib“ die Bühne und verzauberte seine Zuschauer sehr unterhaltsam mit seinen Tricks und Kunststückchen.

Von Hildegard Goor-Schotten

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