Sechs Wochen vor den Ferien

Endlich angekommen: 397 Tablets für die Werdohler Schulen

Marvin Klimach und Volker Stöckel stecken die iPads für die Lehrerinnen der Gemeindschaftsgrundschule in Hüllen und übergeben sie an Schulleiterin Nina Manns. Alle Schulen und Kollegien werden dieser Tage versorgt.
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Marvin Klimach und Volker Stöckel stecken die iPads für die Lehrerinnen der Gemeindschaftsgrundschule in Hüllen und übergeben sie an Schulleiterin Nina Manns. Alle Schulen und Kollegien werden dieser Tage versorgt.

Die städtischen Schul-Digitalisierer Marvin Klimach und Volker Stöckel liefern in diesen Tagen insgesamt 397 Tablets von Apple an alle Kollegien und die insgesamt sechs Schulstandorte in Werdohl aus.

Montag kamen die lange erwarteten iPads bei der evangelischen Grundschule in Ütterlingsen an, Dienstag wurde die Gemeinschaftsgrundschule beliefert, Mittwoch gehen die Tablets an die katholische Grundschule und Donnerstag ist die Realschule an der Reihe. Die große Gesamtschule ist in der Woche nach Pfingsten an der Reihe.

Schon vor langer Zeit hatten sich Bundes- und Landesregierung für den hochwertigen Hersteller Apple und dessen Erfolgsmodell iPad entschieden. Weil die Regierungen aus unterschiedlichen Töpfen die Anschaffung von iPads für deutsche Schulen fördern, hat der amerikanische Hersteller lange Lieferzeiten. Werdohl braucht für die 141 Lehrkräfte je ein iPad, vier Klassensätze zu je 32 Geräten für die Grundschulen, einen Klassensatz für die auslaufende Realschule und drei Sätze für die Albert-Einstein-Gesamtschule. Das sind in Summe 397 Geräte samt Hüllen und digitaler Stifte, so genannter Pencils. Die Klassensätze kommen in Transport- und Aufbewahrungsboxen, die auch gleichzeitig als Ladestationen dienen.

Relativ kleine Charge

Klimach und Stöckel sind froh, dass die relativ kleine Charge von knapp 400 Geräten endlich abholbereit war. Dortmund zum Beispiel hat 20 000 iPads nur für die Schülerinnen und Schüler bestellt, allein Hagen nimmt ein paar tausend Geräte ab. Von daher waren die Werdohler mit ihrer relativ kleinen Bestellmenge froh, sechs Wochen vor den Sommerferien die Tablets auch in Händen halten zu können.

Die knapp 400 iPads samt Zubehör für die Werdohler Schulen kosten pro Stück etwa 500 Euro, die Gesamtlieferung hat also einen Wert von rund 200 000 Euro. Die nächste Zeit haben die Lehrkräfte Gelegenheit, ihre personalisierten Geräte auszuprobieren. Da es wegen der Corona-Beschränkungen keine Fortbildungen geben darf, sollen sich die Lehrerinnen und Lehrer zunächst untereinander austauschen.

Klassensätze bleiben in den Schulen

Die Klassensätze werden in den Schulen bleiben und sollen zum Unterricht jeweils an die Schülerinnen und Schüler ausgeliehen werden. Das wird sicherlich erst nach den Sommerferien geschehen. Während der großen Ferien werden in den Schulen pro Klassenraum die längst bestellten „interaktiven Displays“ die Tafeln ablösen. Ab Mitte August wird dann in allen Schulen ein digital unterstützter Unterricht angeboten.

Solange aber noch teilweise Distanzunterricht vorgeschrieben ist, können Haushalte für ihre Kinder die iPads von der Schule ausleihen. Familien, in denen es kein funktionierendes digitales Endgerät für den Online-Unterricht gibt, bekommen ein iPad übergangsweise zur Verfügung gestellt. Dazu muss ein Nutzungsvertrag unterschrieben werden, die iPads funktionieren aber nur im W-Lan und sie sind nicht für eine Nutzung per Sim-Karte vorgesehen. Außerdem sind sie ausschließlich für schulische Zwecke mit Apps konfiguriert. Klimach und Stöckel überwachen die Geräte per „mobile device management“.

Hoffnung auf Rückkehr zum Präsenzunterricht

Nina Manns hofft trotz aller Digitalisierung dennoch inständig, alle Kinder noch einmal vor den Sommerferien in der Schule begrüßen zu können.

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