Das Ende der Pestalozzischule

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Peter-Paul Marienfeld leitet die Pestalozzischule kommissarisch. ▪

WERDOHL ▪ Der Hauptausschuss soll in seiner Sitzung am 16. Mai dem Rat empfehlen, die Werdohler Pestalozzischule zum Schuljahresende endgültig aufzulösen. Der Schulstandort soll – einen entsprechenden Beschluss der Schulkonferenz vorausgesetzt – zunächst weitergeführt werden.

Aus mehreren Gründen sinkende Schülerzahlen hatten bekanntlich zu diesem schon berichteten Schritt geführt. Konkret geworden ist jetzt der Inhalt der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen den Städten Werdohl und Plettenberg. Danach verpflichtet sich die Stadt Plettenberg gegen Zahlung eines Schulkostenbeitrages von rund 40 000 Euro, Schüler aus Werdohl mit Förderbedarf im Bereich Lernen in ihre Förderschule aufzunehmen. Der Schulausschuss hatte Anfang April der nun wieder vorliegenden Beschlussempfehlung zugestimmt, es ergaben sich allerdings noch einige Detailänderungen. Die Schulverwaltungsämter der beiden Städte und das Werdohler Rechnungsprüfungsamt hatten diese Änderungen erarbeitet.

Der von der Stadt Werdohl jährlich zu zahlende Schulkostenbeitrag wird auf der Grundlage des Zuschussbedarfs der Förderschule der Stadt Plettenberg (Vier-Täler-Schule) errechnet, und zwar nach dem Anteil der Zahl der in Stadt Werdohl wohnenden und die Vier-Täler-Schule besuchenden Schüler an der Gesamtzahl der Schüler der Plettenberger Förderschule.

Die Auszahlungen für die Förderschule werden um die Einzahlungen für diese Schule vermindert, einschließlich etwaiger Schlüsselzuweisungen, die sich auf die Förderschule bezogen nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz ergeben. Stichtag zur Ermittlung der maßgeblichen Schülerzahlen für die Berechnung für das jeweilige Haushaltsjahr zu zahlenden Schulkostenbeitrages ist der 15. Oktober.

So lange der Teilstandort der Förderschule in Werdohl besteht, sind Sonderbedingungen vereinbart. Die Auszahlungen für die Unterhaltung und Bewirtschaftung des Plettenberger Schulgebäudes und des Inventars sowie für den Hausmeister werden nicht in die Berechnung des Schulkostenbeitrages einbezogen. Die Stadt Werdohl stellt das Gebäude und den Hausmeister für den Teilstandort an der Brüderstraße in Werdohl, ohne dafür gegenüber der Stadt Plettenberg Ansprüche zu erheben. Die Stadt Werdohl erstattet der Stadt Plettenberg die Auszahlungen für die Schulsekretärin für die tatsächlich in Werdohl abgeleisteten Stunden. Belastungen, die der Stadt Werdohl aus dem Schulbesuch von Neuenrader Kindern in Werdohl entstehen, werden von der Berechnung des Schulkostenbeitrages abgesetzt.

Die Kosten für die Beförderung der Schüler trägt die Stadt Werdohl.

Volker Heyn

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