Eltern sind wichtige Ratgeber

Ausbilder Christian Schepers (rechts) informierte die Teilnehmer des „ElternDays“ beim Rundgang durch die als Karriereschmiede bezeichnete Lehrwerkstatt über die gewerblich-technische Ausbildung bei Outokumpu VDM.

WERDOHL - Wenn es um die Berufswahl des Nachwuchses geht, sind Eltern wichtige Begleiter. Bei einem kaum überschaubaren Angebot fällt jedoch auch ihnen guter Rat häufig schwer. Der „ElternDay“ bot Eltern und Kindern daher die Möglichkeit, sich gemeinsam über Ausbildungsberufe zu informieren. Als einer der größten Ausbilder in der Region mit 100 Auszubildenden öffnete dafür Outokumpu VDM seine Pforten.

Gerade einmal 16 interessierte Eltern und Schüler nutzten die Gelegenheit, die Ausbildungsberufe von Outokumpu VDM kennen zu lernen, wo in diesem Jahr 30 Berufsstarter ihre Ausbildung begonnen haben. Personalreferent Sven Haarhaus stellte den Besuchern gemeinsam mit Ausbilder Christian Schepers das Ausbildungsangebot vor und gab Tipps zur Berufswahl und zur Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch. Beide machten deutlich, worauf bei jungen Bewerbern vor allen Dingen geachtet wird: „Leistung und Einsatzbereitschaft müssen stimmen.“

Die Eltern bei der Berufswahl einzubeziehen, sei auch aus Sicht der Betriebe wichtig, unterstrich Haarhaus im Gespräch. Eltern seien wichtige Berater. „Die Eltern unserer zukünftigen Auszubildenden haben wir bereits zu uns eingeladen“, berichtete der Personalreferent und betonte, dass Mütter und Väter nicht früh genug damit beginnen könnten, ihre Kinder auf die Berufswahl vorzubereiten. „Da ist es auch wichtig ist, auf die Noten zu gucken, die in bestimmten Fächern erforderlich sind.“ Die Zeugnisse seien schließlich erst einmal das, was den Ausbildungsbetrieben vorliege. „Mehr gibt es ja noch nicht. Wenn jemand allerdings schon ein Praktikum absolviert hat, ist das ein Pluspunkt“, so Haarhaus.

Positiv sei der „ElternDay“ auch aus Sicht der Firmen, da der demografische Wandel sich auch bei der Suche nach Azubis bemerkbar mache. Die Zahl der Bewerbungen sei bei Outokumpu VDM leicht zurück gegangen, die Qualität sei „stark schwankend“. „Wir sehen daher auch die Eltern in der Pflicht, ihre Kinder vorzubereiten und zu begleiten“, sagte Haarhaus

Bei Outokumpu VDM nutzten Schüler und Eltern die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen und in die in Karriereschmiede umbenannte Lehrwerkstatt werfen zu können und von Ausbildern und Verantwortlichen Informationen aus erster Hand zu erhalten.

Ursprünglich hatten sich drei heimische Betriebe am „ElternDay“ beteiligt. Für die Lukad Holding GmbH und die Walter Stauffenberg GmbH lagen allerdings keine Anmeldungen vor. „Vielleicht passte der Termin nicht oder das Kind sollte nicht in der Schule fehlen“, so die Vermutung von Michaela Trzecinski von der agentur mark, die den „ElternDay“ organisierte. Insgesamt sei die Resonanz auf das Angebot im Märkischen Kreis mit 70 Anmeldungen erfreulich.

Einladungen zum „ElternDay“ waren zuvor in allen heimischen weiterführenden Schulen verteilt worden. - Simone Benninghaus

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