EKS: Ausfall oder besondere Genehmigung

Rechnet nicht mehr mit 18 Schülern: Jan Veenboer

WERDOHL ▪ Die Hoffnung schwindet, doch noch 18 Anmeldungen für die fünfte Klasse der Erich-Kästner-Schule zu erreichen. Weder der kommissarische Schulleiter Jan Veenboer noch der zuständige Fachbereichsleiter im Rathaus, Michael Grabs, glauben an das Erreichen dieser Zielgröße. Aktuell liegen nur zehn Anmeldungen vor.

Die Aussicht auf weitere ist nach Ansicht des Hauptschulleiters gering. Daher will er abwarten, welche Konsequenzen der Schulträger und die Bezirksregierung ziehen. Veenboer unterstreicht zugleich die Bedeutung der Schulform für die Stadt. „Als Schule mit hohem Migrantenanteil üben wir eine wichtige Funktion aus.“ Daher denkt er selbst bei Nichterreichen der 18 Anmeldungen nicht an eine Schließung. „Es gibt Beispiele dafür, dass eine fünfte Klasse einfach ausfällt.“ Er schätze, dass die Schule nach den Sommerferien erfährt, wie es weiter gehen wird.

Um eine Alternative zum Aussetzen weiß Fachbereichsleiter Grabs. „Es gibt auch in anderen Kommunen den Fall, dass eine Schuleingangsklasse mit unter 18 Schülern gegründet worden ist.“ Erst einmal werde er abwarten, wie viele Nachzügler sich noch anmelden. Nicht gewartet werden soll bis zu den Sommerferien, ob sich Nachzügler einfinden. Die Hoffnung, dass bis zur Schulausschusssitzung am 5. April die fast magische Zahl erreicht wird, sei aber getrübt. „Es könnte sein, dass noch Schüler weggezogen sind“, relativiert Grabs mittlerweile eigentlich erwartete Anmeldungen. Sobald die offiziellen Zahlen feststehen würden, werde sich die Stadt mit dem Schulamt des Kreises zusammensetzen. Die Fragestellung ist klar: Wie wird mit der Anmeldezahl umgegangen? Die Bezirksregierung ist hier ebenso gefragt.

Ausschlaggebend werde dabei sein, wie viele Schüler für die künftigen Jahrgänge erwartet werden. Schulamtsleiter Rainer Gumz ist aktuell bei der ausschlaggebenden Schulentwicklungsplanung. Grabs ist optimistisch, dass die Schule erhalten bleibt. ▪ Marco Fraune

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