Eisglatt: Keine Busse und kein Streudienst mehr

Bis auf eine halbe Stunde am Vormittag blieb der Höhenweg durchgängig gut befahrbar.

WERDOHL ▪ Schon morgens setzte der erste Regen ein, der auf den tiefegkühlten Straßen für Eisglätte sorgte. Im Laufe des Tages regnete es sich allerdings weiter ein, und bei Temperaturen von zwei bis drei Grad minus wurde die Glätte zu einer Belastungsprobe für Fußgänger und Autofahrer.

Gegen 16 Uhr stellte die Märkische Verkehrsgesellschaft den Betrieb in Werdohl vollständig ein. Die Busfahrer brachten ihre Touren noch zu Ende und stellten die Wagen für gestern ab.

Der Winterdienst der Stadt ist ebenfalls gegen 16 Uhr komplett eingestellt worden. Das letzte für die Glätte zugeteilte Streusalz war aufgebraucht, danach machte es keinen Sinn mehr, durch die Straßen zu fahren. Von StraßenNRW bekam der Bauhof noch einmal für alle Fahrzeuge der Stadt eine volle Ladung Streusalz, welches allerdings erst Heiligabend eingesetzt werden soll. Je nach Wetterbedingungen wird der Streudienst erst gegen sechs Uhr starten. Mit dem üblichen starken Berufsverkehr ist schließlich nicht zu rechnen. Für Heiligabend nachmittag ist dann wieder mit größeren Mengen Schnee zu rechnen, dann kann der Räumdienst wieder seine Arbeit aufnehmen.

Beide für Donnerstag geplanten vorweihnachtlichen Veranstaltungen wurden kurzfristig abgesagt. Marion Jeßegus wollte als Leiterin des Kinderchores der Musikschule Lennetal eigentlich in der Stadtbücherei gemeinsam mit anderen Kindern aus der Stadt auf Weihnachten warten. Dazu sollte es eine Sing- und Vorlesestunde geben. Um den Kindern und den Erwachsenen keine Gefährdung zuzumuten, blieben alle zu Hause.

Ebenso kurzfristig wurde das schon von der Funkenburg auf den Friedrich-Keßler-Platz verlegte weihnachtliche Singen als „Kleine Einstimmung auf die Weihnacht“ abgesagt.

Auf der spiegelglatten Landstraße 656 (Höllmecke) haben sich Donnerstag Morgen mehrere Unfälle ereignet. Die Autos, so die Auskunft der Werdohler Polizeiwache, waren im Graben gelandet, doch sei kein Personen- oder Sachschaden entstanden. Wegen der durchgängig zwischen Werdohl und Neuenrade bestehenden Glätte wurde (nachdem der Werdohler Baubetriebshof nicht eingreifen konnte) ein Streufahrzeug der Straßenmeisterei Herscheid angefordert, das gerade in Altenaffeln im Einsatz war und deshalb eine längere Anfahrt hatte. Die Strecke musste in drei Umläufen abgestreut werden, bevor das Salz seine Wirkung zeigte. Laut Polizei-Pressestelle in Iserlohn war die Höllmecke rund zwei Stunden gesperrt, bevor der Verkehr wieder fließen konnte. Der Höhenweg war am Nachmittag ebenfalls wegen der Glätte für eine halbe Stunde gesperrt.

Bis zum frühen Abend meldete die Polizei keine weiteren Unfälle.

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