Eisenbahn-Viadukt wird bald angestrahlt

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Zur Probe wurden vor kurzem die Bogen des Ütterlingser Eisenbahn-Viaduktes ausgeleuchtet.

Werdohl - Der unter Denkmalschutz stehende Eisenbahn-Viadukt in Ütterlingsen soll noch in diesem Winter während der Dunkelheit dekorativ beleuchtet werden. Seit drei Jahren bemühen sich Ehrenamtliche um diese Attraktion zur Verschönerung der Stadt, jetzt stehen sie offenbar kurz vor dem Ziel.

Federführend bei der Sache sind Manfred Hoh als Sprecher des Arbeitskreises Tourismus und Heiner Burkhardt, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins. Der Arbeitskreis Tourismus ist eine eher informelle Gruppe ehrenamtlich tätiger Werdohler, die von der Marketing-Gesellschaft Werdohl unterstützt werden. Hoh ist auch Sprecher des Werdohler Bürgerstammtisches, der sich bekanntlich ebenfalls ehrenamtlich für die Verschönerung von Werdohl einsetzt.

Hoh und Burkhardt beschreiben das Projekt so: „An beiden Ufern der Lenne werden Masten mit entsprechenden Strahlern im Winterhalbjahr bei einsetzender Dunkelheit bis jeweils 23 Uhr die drei Torbogen des Viadukts ausleuchten. Es gibt keine direkte Verbindung mit dem Baukörper, so dass bei dessen späterer Sanierung die Installation nicht beeinträchtigt wird. Eine Probeausleuchtung hat uns gezeigt, welch schöner Effekt für aus Richtung Altena und Höllmecke kommende Betrachter eintritt. Er betont die Eingangssituation nach Werdohl und passt zu den Bemühungen um die Lenneroute“.

Der Viadukt sollte eigentlich abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Die Deutsche Bahn als Schienennetzbetreiber hatte den Viadukt zumindest in der Pflege stark vernachlässigt. Nach einer bundesweiten Untersuchung aller Brückenbauwerke der Bahn hieß es zunächst, dass der Viadukt nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren sei und in den nächsten Jahren abgerissen würde. Zu diesem schlimmsten Fall kommt es aber nicht, die Bahn hatte in einer ersten Reaktion auf die Berichterstattung das Bauwerk reinigen lassen. Auf der Brücke wuchsen Buschwerk und ganze Bäume, die sind mittlerweile entfernt. Einen Abriss wird es nicht geben, stattdessen soll das Bauwerk demnächst saniert werden; so die Erklärungen der Deutschen Bahn AG.

Hoh und Burkhardt haben anhand der Diskussionen „das starke Interesse der Werdohler an diesem Denkmal“ erkannt. Umso erfreulicher sei es, dass es durch die Ausleuchtung der Bogen noch mehr in das öffentliche Blickfeld gelangen wird. Beiden ist wichtig, dass die Beleuchtung des Viaduktes nichts mit der öffentlichen Straßenbeleuchtung zu tun haben wird. In den Wohngebieten der Stadt wird bekanntlich in den Nachtstunden die Beleuchtung ausgeschaltet, um Geld zu sparen. Hoh und Burkhardt schreiben: „Dem möglichen Einwand, in Werdohl werde die Straßenbeleuchtung reduziert, hier jedoch eine neue Beleuchtung installiert, begegnen wir mit dem Argument, dass nicht bürgerschaftliches Engagement deshalb unterbleiben sollte, weil die Stadt Leistungen zurückfährt. Dieses ist dann erst recht nötig.“

Die Investitionskosten sowie die Stromkosten seien für mehrere Jahre durch Sponsoring finanziert, erklären die beiden. Mehr wollen sie aber trotz Nachfrage nicht verraten. Fragen zu technischen Details oder die Höhe der Kosten wurden nicht beantwortet. Beide versicherten aber, dass die Illumination noch in diesem Winter zu sehen sein werde. - heyn

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