Einwohnerzahl sinkt: Werdohler werden immer weniger

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Werdohl schrumpft weiter: Laut statistischem Landesamt leben in der Stadt aktuell noch 17 774 Personen. 

Werdohl - Die Werdohler werden immer weniger. Auch Balver gibt es nicht mehr so viele wie vor einigen Jahren. Nur die Neuenrader haben im ersten Halbjahr 2018 Zuwachs bekommen.

Das geht aus den aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamtes Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) hervor. 

Regelmäßig veröffentlicht das Landesamt die aktuellen Bevölkerungszahlen der Städte und Gemeinden in NRW. Während im gesamten Bundesland ein kleines Plus von 2210 Einwohnern, also 0,1 Prozent verzeichnet wurde, sank die Zahl der Werdohler im ersten Halbjahr 2018 um 59 Personen oder 0,3 Prozent auf 17 774. 

66 Neuzugänge in Neuenrade 

Balve verlor von Januar bis Ende Juni 2018 22 Einwohner, was etwa 0,2 Prozent entspricht. Die Hönnestadt kommt nun auf 11 427 Einwohner. Neuenrade jedoch schaffte es dank 66 Neuzugängen wieder über die 12 000er-Marke und hat nun 12 029 Einwohner, 0,55 Prozent mehr als im Dezember 2017. Unter den 66 Neuzugängen waren 47 Frauen. Im Vergleich zu 2011 verlor Werdohl etwa 3,1 Prozent seiner Einwohner, in Balve ging die Zahl um 2,41 Prozent zurück und in Neuenrade um 0,75 Prozent. Damit hat Letztere einen der geringsten Verluste im gesamten Märkischen Kreis. 

Zuwächse verbuchte keine Stadt oder Gemeinde. Die geringsten Rückgänge gab es neben Neuenrade in Kierspe und Nachrodt-Wiblingwerde. Den größten Bevölkerungsrückgang durch Abwanderung und Tod mussten Altena (-6,1 Prozent) und Hemer (-4,5 Prozent) hinnehmen. Insgesamt lebten am 30. Juni 2018 im Kreis noch 412 608 Personen. Das sind 10 006 Einwohner weniger als vor sieben Jahren, was einem Minus von 2,7 Prozent entspricht. 

Köln weiterhin die größte Stadt

In Nordrhein-Westfalen ist die größte Stadt nach wie vor Köln mit 1 081 984 Einwohnern. Auf den weiteren Plätzen folgen Düsseldorf (618 128), Dortmund (586 001) und Essen (583 381). Kleinste Gemeinde bleibt Dahlem im Kreis Euskirchen mit 4170 Einwohnern. Größte Stadt im Märkischen Kreis ist Iserlohn mit 92 634 Einwohnern, kleinste Kommune ist Nachrodt-Wiblingwerde (6591), gefolgt von Herscheid (7005). 

Laut IT.NRW soll sich der Trend der wachsenden Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Die Einwohnerzahl soll in den nächsten fünf Jahren um 1,3 Prozent zunehmen, dann wären es etwa 18,1 Millionen. Nach 2032 werden wieder Rückgänge erwartet, bis 2060 sollen es im Vergleich zu 2018 zwei Prozent weniger sein, also nur noch 17,5 Millionen. 

Mehr Jüngere als gedacht

Darunter sollen zwar immer noch mehr ältere Einwohner sein, es werden aber auch etwas mehr Jüngere erwartet als bisher gedacht. 

Regional sieht das ganz anders aus. Während die kreisfreien Städte entlang der Rheinschiene bis 2040 weiter wachsen sollen, wird für den Märkischen Kreis einer der höchsten Rückgänge in NRW erwartet. 

Zahl im Kreis sinkt bis 2040 um 12,6 Prozent 

Insgesamt soll die Einwohnerzahl um 12,6 Prozent zurückgehen. 10,6 Prozent davon sind auf die Tatsache zurückzuführen, dass mehr Menschen sterben als geboren werden. Zwei Prozent sind der Überschuss von Fortgezogenen gegenüber den Zugezogenen. 

Und auch für junge Menschen sieht es zukünftig im Kreis nicht gut aus. Die unter 19-Jährigen nehmen um 20,4 Prozent ab und die 19- bis 65-Jährigen sogar um 23,7 Prozent. Dafür steigt die Zahl der über 65-Jährigen – um satte 24,3 Prozent.

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