Eintritt und Kontrolle auf der Schülertoilette

In diesem Jahr wird die Jungentoilette im Foyer der Albert-Einstein-Gesamtschule von Grund auf saniert. Die Toilette dient auch gleichzeitig den Besuchern von Veranstaltungen im Festsaal.

WERDOHL ▪ Die Stadt Werdohl investiert während der Sommerferien in das Schulgebäude am Riesei insgesamt 317 000 Euro – mehr am Rande wurde die Idee bekannt, zukünftig für den Toilettengang von den rund 900 Schülerinnen und Schülern einen kleinen Obolus zu verlangen. Das dürfte für Gesprächsstoff sorgen.

Schon seit Jahren fordert Schulleiter Heinz Rohe eine Erneuerung der Toiletten im Foyer der Albert-Einstein-Gesamtschule. Die vor gut 30 Jahren eingerichteten Klos sind zwar von der Stadt immer gut in Schuss gehalten worden, doch war eine grundlegende Sanierung tatsächlich überfällig. Im Rat wurde die Maßnahme immer wieder zurückgestellt, bis es bei den Haushaltsplanberatungen im Frühjahr doch endlich grünes Licht gab.

Bauleiter Peter Grau von der Stadt wollte eigentlich zehn Arbeitwochen Zeit haben, um die Mädchen- und die Jungentoilette in einem Arbeitsgang zu erneuern. „Das hat aber nicht ins Schulprogramm gepasst“, so Grau gestern, deshalb hat er nur die sechs Wochen Sommerferien, in der zuerst die Jungentoilette saniert wird. Die Mädchentoilette kommt in den nächsten Sommerferien an die Reihe.

Auch die Heizungsanalge in dem riesigen Schulgebäude wird jedes Jahr in einer Abfolge bestimmter Abschnitte erneuert. Alles geschieht unter der Prämisse, Energie einzusparen.

Grau berichtet von ständigen Zerstörungen der Schulklos: „Türen werden eingetreten, Syphons abgerissen, Waschbecken zertrümmert. Von den unzureichenden Hygienevorstellungen mancher Kinder einmal ganz abgesehen.“

Für 59 000 Euro wird jetzt die Jungentoilette mit sechs WCs, acht Urinalen und zwei Waschtischen sowie wandhohen Fliesen komplett erneuert.

Dem Schulleiter sei in Absprache mit dem Förderverein die Idee gekommen, beide Toiletten von einer Person überwachen zu lassen. Damit die beide Klos im Blick hat, wird bei den jetzigen Baumaßnahmen eine Zwischentür eingezogen. Die Schule überlege, so Grau, eventuell zehn Cent für die Toilettenbenutzung zu verlangen. Das sei bei anderen Schulen nicht unüblich und soll erreichen, dass die Schülerinnen und Schüler mit den Anlagen pfleglicher umgehen. Schulleiter Heinz Rohe war gestern nicht zu erreichen. Rainer Gumz, bei der Stadt auch für die Schulangelegenheiten zuständig, war nach eigenen Angaben nicht über die Pläne informiert.

90 000 Euro für die

Heizungssanierung

Aber nicht nur in den Klos wird am Riesei gearbeitet, auch an anderen Stellen der Schule sind Handwerker. Der fünfte von zehn geplanten Erneuerungsabschnitten der Heizungsanlage wird in diesen Sommerferien abgehakt. Für rund 90 000 Euro aus üblichen Haushaltsmitteln werden bis zu 14 Klassenräume und die dazugehörigen Flure mit 400 Meter Rohren, Raumfühlern und verschließbaren Zentralthermostaten ausgestattet. Wo es sinnvoll ist, werden neue Heizkörper montiert.

168 000 Euro für

neue Fenster

Aus Mitteln des Konjunkturpakets II wird in diesem Sommer der fünfte von geplanten 17 Bauabschnitten der Fenstererneuerung finanziert. Für 168 000 Euro werden neun Klassenräume und ein Treppenhaus mit energetisch optimierten Fenstern versorgt. Dazu gibt es verdunkelnde Sonnenschutzeinrichtungen, die von innen angebracht werden. Thermisch sinnvoller wäre zwar eine Anbringung von außen, doch die Zerstörungswut nach Schulschluss lasse das nicht zu.

Von Volker Heyn

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