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Eintauchen in die Vergangenheit: 460 Jahre altes Denkmal öffnet

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Von: Volker Griese

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Der Ahe-Hammer schmiegt sich zwischen Werdohl und Herscheid in eine kleine Mulde. Anlässlich des Tags des offenen Denkmals am 11. September können Interessierte das mindestens 460 Jahre alte Industriedenkmal erkunden.
Der Ahe-Hammer schmiegt sich zwischen Werdohl und Herscheid in eine kleine Mulde. Anlässlich des Tags des offenen Denkmals am 11. September können Interessierte das mindestens 460 Jahre alte Industriedenkmal erkunden. © Markus Bollen

Eines der ältesten Industriedenkmäler in der Region öffnet am Tag des offenen Denkmals nicht nur seine Türen, es wartet auch mit besonderen Angeboten auf. Außerdem ist der Eintritt an diesem Tag frei.

Werdohl/Herscheid ‒ Wer das historische Schmiede-Gebäude an der Schwarzen Ahe betritt, taucht sofort mitten hinein in die Vergangenheit. Schummeriges Licht, eine Feuerstelle, alte Hämmer und Wasserräder – so sah einst der Arbeitsplatz eines Schmieds aus. Am Tag des offenen Denkmals (Sonntag, 11. September) haben große und kleine Besucher Gelegenheit, den Ahe-Hammer näher kennenzulernen und sich auf Spurensuche begeben.

Die Besucher erwartet an diesem Tag ein besonderes Highlight: Ein Schmied setzt wie einst den Hammer in Bewegung und demonstriert sein Handwerk. Bei kostenlosen Führungen erläutern Mitglieder des Vereins Osemunddenkmal Ahe-Hammer Herscheid/Werdohl die Geschichte und Bedeutung des frühindustriellen Denkmals aus dem 16./17. Jahrhundert. Ein Mitarbeiter der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, in deren Eigentum sich das Denkmal befindet, informiert an diesem Tag über die Sanierungsmaßnahmen, Schwierigkeiten und ungeahnte Hürden, aber auch clevere Lösungen an dem technikhistorischen Denkmal.

Für Kinder ist eine Malaktion geplant. Außerdem wird es kleine Speisen und Getränke geben. Am Tag des offenen Denkmals ist der Ahe-Hammer von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Das in den vergangenen Jahren umfangreich sanierte Hammerwerk an der Schwarzen Ahe diente einst mit Hilfe von Wasserkraft der Herstellung des sogenannten „märkischen Osemunds“, eines weichen, formbaren Eisens, aus dem vor allem Draht produziert wurde. Die Schmiede wurde erstmals 1562 genannt und 1883/84 umgebaut. Bis ins Jahr 1941war der Ahe-Hammer als Schmiede zum Stahlstrecken in Betrieb. In dem historischen Gebäude sind Lebensraum und Arbeitsplatz unter einem Dach vereint. Es wird anschaulich deutlich, wie einst der Alltag eines Schmieds ausgesehen haben muss.

Am bundesweiten Tag des offenen Denkmals, initiiert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und ihren Partnern, öffnen historische Bauten und Stätten ihre Türen und Tore, die ansonsten nicht oder nur teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich sind. In diesem Jahr lautet das Motto „Kultur-Spur. Ein Fall für den Denkmalschutz“. Die Öffentlichkeit soll für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisiert und das Interesse für die Belange der Denkmalpflege geweckt werden. Der Tag des offenen Denkmals ist dank des Engagements von Städten, Gemeinden, Kreisen, Verbänden und Vereinen sowie Bürgerinitiativen möglich.

Weitere Informationen zum Tag des offenen Denkmals gibt es unter www.tag-des-offenen-denkmals.de im Internet.

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