Einschulungen in Werdohl - Tag des Herzklopfens

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In der Sonnenklasse von Lehrerin Sonja Fessel der Martin Luther-Grundschule lernten die i-Männchen am gestrigen ersten Schultag ein Lied.

Werdohl -  Die Einschulung zählt im Leben eines Kindes zu den ganz besonderen Tagen – obwohl die Eltern, Verwandten, Lehrer und selbst die Schulleitung manchmal nicht minder aufgeregt wirken. Das musste Britta Schwarze zugeben, Leiterin der Martin-Luther-Grundschule in Ütterlingsen.

Als Tag des Herzklopfens bezeichnete sie den ersten Tag der so genannten i-Männchen nach der beschaulichen Kindergartenzeit. „Ich bin positiv aufgeregt“, versuchte Britta Schwarze ihre Gefühlslage zu beschreiben. Und so wie sie es sich gewünscht hatte, lief mal wieder alles nach Plan.

Morgens starteten die 45 neuen Schüler mit einem Gottesdienst in das Programm. Den hatten die Zweitklässler vorbereitet und präsentierten eine metaphorische Geschichte von einem Apfelbaum, der sich Gesellschaft wünschte. „Jeder ist willkommen – und das lässt sich auch auf unsere Schule übertragen“, gab die Schulleiterin die Intention der Geschichte in wenigen Worten wieder.

Die Verschiedenartigkeit der Menschen scheint für die Pädagogin den Reiz ihres Berufs auszumachen. „Jedes Kind ist anders, hat andere Gaben mitbekommen“, sagte sie und bezog sich auch auf die vielen Nationalitäten, die sich unter dem Dach der Martin-Luther-Grundschule als Gemeinschaft fühlen.

Der Schritt in den nächsten Lebensabschnitt wurde den Kindern leicht gemacht. Im Vorfeld gab es drei „Trainingstage“, an denen sich die künftigen Grundschüler mit den Gepflogenheiten, den Räumen und dem Ablauf vertraut gemacht haben.

86 Kinder gehören derzeit zu den vier jahrgangsübergreifenden Einstiegsklassen – davon sind 45 Kinder im ersten Schuljahr. Erst- und Zweitklässler lernen in Ütterlingsen in vier Klassen gemeinsam und heißen nicht 1a bis 1d. Sie haben sich etwas Phantasievolles einfallen lassen und nennen sich Sonne-, Mond, Sterne- und Regenbogenklasse.

Bei der katholischen Grundschule St. Michael gab es gestern kein Einschulungsprogramm. Stattdessen absolvierten die Kleinen in den vier jahrgangsübergreifenden Klassen mit den Bezeichnungen Frosch, Maulwurf, Mäuse und Amsel ihre erste Unterrichtsstunde. Bereits vor Beginn der Sommerferien nutzten die Anfänger beim Schnuppertag die Gelegenheit, ihre Lehrer und Mitschüler kennenzulernen, sowie das Schulgebäude und das Klassenzimmer zu erkunden. Und so war die Angst vor dem gestrigen ersten Schultag nicht mehr groß. Während die Kinder lernten, warteten Familien und Freunde auf dem Schulhof. Mit dabei auch die prall gefüllten Schultüten. Heute lassen die Neulinge Luftballons steigen.

Von Markus Jentzsch und Jana Peuckert

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