Einigung: Ahe-Hammer geht in eine Stiftung über

Die Schmiede-Vorführungen im Ahe-Hammer sollen zukünftig durch einen Förderverein betrieben werden.

WERDOHL ▪ Der Ahe-Hammer soll in eine Stiftung übergehen und durch einen Förderverein betrieben werden. Das ist das Ergebnis einer Besprechung heute Morgen im Ahe-Hammer unter der Leitung von ThyssenKrupp Bilstein-Arbeitsdirektor Gerd Kappelhoff.

Das Industriedenkmal samt Grundstück ist im Besitz des Konzerns und liegt auf Herscheider Gebiet. Durch die Schließung des Werdohler TKB-Werkes zum 30. Juni (wir berichteten) war eine Besitzübetragung nötig geworden. Interesse an einer Übernahme hatte der Herscheider Heimatverein mit der Gemeinde Herscheid im Rücken angemeldet, ebenso war der Werdohler Heimatverein mit Unterstützung von Bürgermeister Griebsch für den Erhalt des Industriedenkmals für Werdohl engagiert. Mit im Boot sitzt auch Schmied Alfred Hinsching, der seit Jahren Schmiedevorführungen gibt. Weitere Beteiligte sind die Eheleute Brüninghaus-Schauerte, die die Ursprungsfamilie der Firma Brüninghaus vertreten.

Mit allen Interessenvertretern hatte Kappelhoff in den vergangenen Wochen einzeln Gespräche geführt. Danach sei klar geworden, dass alle Beteiligten der Idee zustimmen konnten, den Hammer in eine zu gründende Stiftung zu übergeben und den Betrieb durch einen Förderverein sicher zu stellen.

Nachdem diese Voraussetzungen klar gewesen seien, so Kappelhoff gegenüber unserer Zeitung, sei der Weg frei gewesen für die gestrige Einigung. Im nächsten Schritt müssten die rechtlichen Fragen geklärt werden, danach werden sich die Beteiligten wieder im September treffen.

Wer wie viel Stiftungskapital einbringt, müsse noch entschieden werden. Über die Höhe des Stiftungskapitals wollte Kappelhoff gestern nichts sagen, nur soviel: „Es wird sich an der unteren Grenze dessen orientieren, was für die Gründung einer Stiftung nötig ist.“ Eine Gründungssatzung müsse jetzt ebenso erarbeitet werden wie eine Satzung für einen Förderverein.

Die Grundvoraussetzungen seien folgende: Der Ahe-Hammer muss weiterhin der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen; die Bausubstanz muss dauerhaft erhalten bleiben; der Betrieb wird weiterhin weitgehend ehrenamtlich durch Alfred Hinsching sichergestellt.

Kappelhoff: „Ich hatte gehofft, dass sich die Beteiligten über Weihnachten und Neujahr aus eigener Initiative heraus einigen würden.“ Dass war bekanntlich nicht so, stattdessen gab es aus Herscheid irritierende Nachrichten und die Ankündigung eines Alleinganges.

Dass sich heute die Kommunen und Heimatvereine auf die Gründung einer gemeinsamen Stiftung geeinigt hatten, sei für Werdohl eine gute Nachricht.

Volker Heyn

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