„Einfach mal etwas Gutes tun“

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Jeder Spender bekommt nach der ärztlichen Untersuchung eine Box mit einem Beutel, in den später das Blut fließt. 500 Milliliter gibt jeder Spender ab. Das Blut wird anschließend in beschriftete Röhrchen gefüllt.

Werdohl  - 130 Menschen sind am Montag. Oktober, zur Blutspende des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ins Evangelische Gemeindehaus Werdohl gekommen. Vier von ihnen waren Erstspender. Sie alle wollen etwas Gutes tun – auch, weil sie zum Teil selbst erlebt haben, dass eine Blutspende Leben retten kann.

„Einfach mal etwas Gutes tun“, sagte einer der vier Erstspender. Gerade einmal 18 Jahre ist er alt und nutzte die erste Gelegenheit, um Blut zu spenden. Seine Mutter habe es ihm vorgemacht, nun wolle er auch helfen.

Für Juan Vicente Arjona Baena war es bereits das 36. Mal. Für ihn ist das Prozedere der Blutspende reinste Routine – und er weiß bestens Bescheid. „Bei mir dauert das Blutabzapfen immer nur fünf bis acht Minuten. Andere liegen hier 20 Minuten“, sagte er.

500 Milliliter Blut gibt jeder Spender ab. Das seien drei Röhrchen, so Sabine Liermann, Teamleiterin des DRK-Blutspendedienstes West aus Hagen. „Bei Erstspendern sind es vier.“ Zuvor muss jedoch die Temperatur jedes potenziellen Spenders überprüft und ein Fragebogen ausgefüllt werden. Dadurch wird garantiert, dass jeder, der spenden will, auch spenden darf. Ein anschließender Check vom Arzt, Messung des Blutdrucks und des Hämoglobinwertes – dann geht es zur eigentlichen Blutspende.

Juan Vicente Arjona Baena spendet aus einem ganz besonderen Grund: Seine Mutter brauchte vor Jahren nach einem Unfall eine Menge Blut. „Ohne solche Leute hätte ich heute keine Mutter mehr“, sagte er. Nun zählt er selbst schon seit geraumer Zeit zu jenen Blutspendern, die Leben retten können.

Bis zu sechs Mal dürfen Männer im Jahr Blut abgeben, Frauen bis zu vier Mal. In Werdohl bekommt jeder Spender als Dankeschön eine Tafel Schokolade – und im Anschluss kann sich jeder im Nebenraum am Buffet mit Kaffee, Kuchen und Brötchen bedienen.

Zum Team von Sabine Liermann gehören etwa sieben Hauptberufliche und rund zehn ehrenamtliche Helfer. Einer von ihnen ist Klaus Piekarski. Er war am Montag nach 54 Jahren als aktiver Ehrenamtlicher in Werdohl zum letzten Mal für das DRK im Einsatz. Ella Schweitzer und Sylvia Linnhoff werden ab sofort die Verantwortung für die ehrenamtlichen Helfer übernehmen.

Der nächste Blutspendetermin in Werdohl ist im Januar 2015.

Von Nathalie Kirsch

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